Intel stellt SSD-Serie 510 mit 6-GBit/s-SATA-Schnittstelle vor

Zum Start gibt es zwei Modelle mit 120 und 250 GByte Speicherplatz. Letzteres bietet sequenzielle Transferraten von bis zu 500 MByte/s beim Lesen und maximal 315 MByte/s beim Schreiben. Die Preise liegen zwischen 284 und 584 Dollar.

Die SSDs der 510-Serie sind mit 120 und 250 GByte Kapazität erhältlich (Bild: Intel).
Die SSDs der 510-Serie sind mit 120 und 250 GByte Kapazität erhältlich (Bild: Intel).

Intel hat eine neue Solid-State-Drive-Reihe (SSD) angekündigt. Die Modelle der Serie 510 haben ein 6-GBit/s-SATA-Interface, wodurch sich die Leseleistung gegenüber aktueller SSDs mit 3 GBit/s wie der Reihe 310 laut Hersteller verdoppelt. Die sequenzielle Schreibrate soll sogar mehr als dreimal höher sein.

In absoluten Zahlen entspricht das einer sequenziellen Lesegeschwindigkeit von bis zu 500 MByte/s und einem Schreibtempo von maximal 315 MByte/s. Die Performance gibt Intel beim Lesen und Schreiben von 4-KByte-Blöcken mit 20.000 respektive 8000 Eingabebefehlen pro Sekunde (IOPS) an.

Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (Mean Time Between Failures, MTBF) ist mit 1,2 Millionen Stunden spezifiziert. Die Fehlerquote liegt bei 1 zu 1016. Die Stoßresistenz beträgt maximal 1500 G.

Im Betrieb verbrauchen die SSDs im Schnitt 380 Milliwatt, im Ruhezustand etwa 100 Milliwatt. Native Command Queuing wird ebenso unterstützt wie der TRIM-Befehl von Windows 7.

Letzterer sorgt für eine kontinuierlich hohe Leistungsbereitschaft von SSDs. Es teilt dem SSD-Controller mit, welche Datenblöcke nicht mehr genutzt werden, sodass er in Ruhephasen die nicht benötigten Zellen löschen kann, um sie später ohne Leistungsverlust erneut zu beschreiben. Ohne TRIM-Support kann bei SSDs nach längerer Nutzung die Leistung teilweise beträchtlich sinken. Der Grund dafür liegt in den physikalischen Eigenschaften von Flash-Zellen. Sie lassen sich nur dann ohne Wartezyklen beschreiben, wenn sie leer sind.

Intels SSD-510-Serie verwendet MLC-NAND-Flash-Speicher mit 34 Nanometern Strukturbreite. Es gibt zunächst zwei 2,5-Zoll-Modelle mit 120 und 250 GByte Kapazität. Sie haben eine Bauhöhe von 9,5 Millimetern und wiegen rund 80 Gramm.

Für die 250-GByte-Version verlangt Intel bei einer Abnahmemenge von 1000 Stück 584 Dollar. Die etwas langsamere 120-GByte-Variante kostet 284 Dollar. Beide sind ab sofort mit dreijähriger Garantie erhältlich. Der Lieferumfang enthält auch eine eine Software-Sammlung für Windows mit Verwaltungs-, Informations- und Diagnose-Tools für die Wartung und Optimierung der SSDs. Außerdem gibt es ein kostenloses Migrationswerkzeug, mit dem Nutzer den Inhalt ihres bisherigen Speichermediums (SSD oder Festplatte) auf eine neue Intel-SSD kopieren können.

Unter anderem wird Schenker Notebooks mit Intels neuer SSD-Reihe anbieten, etwa das auf der CeBIT in Hannover vorgestellte 17,3-Zoll-Modell XMG U700 für Gamer. Solid State Disks mit 6-GBit/s-SATA-Interface gibt es beispielsweise auch von OCZ und Plextor.

Themenseiten: Hardware, Intel, SSD, Storage

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