Die besten Tipps und Tricks für gerootete Android-Telefone

Ein Android-Handy mit Root-Rechten lässt sich gut personalisieren. Nutzer können alle Apps auf die SD-Karte verschieben, Parameter ändern und die Boot-Animation austauschen. ZDNet erklärt die wichtigsten Profi-Tweaks Schritt für Schritt.

Wer ein gerootetes Android-Handy besitzt, kann nicht nur zahlreiche Anwendungen nutzen, die anderen Usern nicht zugänglich sind, sondern auch Anpassungen und Optimierungen am System vornehmen. Mit der Android Debug Bridge (ADB) aus dem SDK bekommt man Zugang zu allen Dateien inklusive denen der Systempartition. Auf diese Weise lassen sich viele Einstellungen ändern, die normalerweise fest vorgegeben sind.

Für viele Handys existieren heute sogenannte One-Click-Root-Lösungen. ZDNet hat eine Anleitung erstellt, wie man die Modelle HTC Desire Z und HTC Desire HD entsperrt. Die Websites XDA-Developers und modaco.com bieten eine gute Anlaufstelle, um eine einfache Root-Lösung für weitere Modelle zu finden. Obwohl die meisten Anleitungen einfach und problemlos zu nutzen sind, sollte man beachten, dass durch den Root-Vorgang die Garantie erlischt. Ferner besteht immer ein – wenngleich geringes – Risiko, dass das Handy durch den Root-Vorgang unbrauchbar wird.

Man sollte darauf achten, dass durch den jeweiligen Root-Hack busybox installiert wird. Dabei handelt es sich um eine Binärdatei, die die wichtigsten Unix-Befehle enthält. Die meisten Android-Root-Verfahren installieren busybox automatisch.

Nach dem Rooten muss auf einem Desktop-Rechner das Android-SDK installiert werden. Wer nicht selbst Software entwickeln, sondern nur als Power-User nutzen möchte, kann einige Dinge, etwa die Entwicklungsumgebung Eclipse, bei der Installation weglassen. Eine Kurzanleitung zu diesem Thema bietet der ZDNet-Artikel "Android-Handys mit dem PC verwalten: die besten Tools".

Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte das SDK auf einem Linux- oder Mac-Rechner installieren. Konkreter Vorteil dabei ist, dass kein USB-Treiber für ADB erforderlich ist. Die von Google bereitgestellten ADB-Treiber für Windows funktionieren nicht mit jedem Handy. Für viele Geräte, etwa von LG oder Samsung, kann der Windows-ADB-Treiber von der Website des jeweiligen Herstellers heruntergeladen werden.

Um ADB zu nutzen, muss auf dem Smartphone der Punkt Menü – Einstellungen – Anwendungen – Entwicklung aufgerufen werden. Anschließend setzt man ein Häkchen bei USB-Debugging. Die Bezeichnung der Menüpunkte kann je nach Hersteller etwas variieren. Danach lässt sich das Handy vom PC aus mit dem Kommandozeilenbefehl adb steuern.

Die beiden wichtigsten Funktionen von adb sind der Dateitransfer von und zum Android-Gerät und der Zugang zu einer Unix-Shell. Normalerweise kommt man über die USB-Schnittstelle nur an Dateien auf der SD-Karte, die möglicherweise als interne SD-Karte realisiert ist. Mittels adb kann man alle Dateien auf einen PC und wieder zurück kopieren. So kann man leicht einige Config-Files ändern, an die man sonst nicht herankäme.

Das Kopieren von Dateien mittels Kommandozeile ist nicht jedermanns Sache: Wer öfter an den Config-Dateien seines Smartphones etwas ändern möchte, sollte einen Android-Dateimanager verwenden. Zu empfehlen sind Droid Explorer (nur Windows) oder QtADB (Windows, Linux und Mac OS), siehe Bild 1 und Bild 2. Beide Programme bieten Zusatzfunktionen an, etwa die Verwaltung von Anwendungen und das Erstellen von Screenshots.

Mittels Shell-Befehlen, siehe Bild 3, lässt sich beispielsweise der Paketmanager bedienen. Das ist sinnvoll, um Anwendungen auf die SD-Karte verschieben, die sich über die Standardinstallation nicht dort ablegen lassen. Die folgenden Seiten geben einen Überblick, wie man sein gerootetes Handy optimieren und personalisieren kann.

Themenseiten: Android, Betriebssystem, Google, Handy, Linux, Mobil, Mobile, Open Source, Smartphone

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