CeBIT: Fraunhofer Fokus zeigt E-Government-Lösungen

Am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand lassen sich Anwendungen für den neuen Personalausweis ausprobieren. Mit "FixMyStadt" ist ein System zu sehen, mit dem Bürger Straßenschäden melden können. Auch ein Cloud-Computing-Konzept wird vorgestellt.

Fraunhofer Fokus wird auf der kommenden Dienstag beginnenden CeBIT in Hannover unter dem Motto „Urban Living“ (PDF), also „leben in der Stadt“, Lösungen rund um das Thema E-Government präsentieren. Auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand B36 in Halle 9 können sich Besucher über den neuen Personalausweis (ePerso), Government Mash-ups, Prozess-Daten-Beschleuniger, Cloud-Computing und das kürzlich gegründete Zentrum für Interoperabilität informieren.

In Hannover stellt das Fraunhofer-Institut verschiedene Anwendungsfelder für den neuen Personalausweis vor. Besucher können einige Lösungen vor Ort ausprobieren. Übrigens: Wer die Online-Ausweisfunktion seines ePerso aktiviert hat, erhält freien Eintritt zur Messe.

Unter Government Mash-ups wird die Anwendung des Mash-up-Prinzips auf den öffentlichen Sektor beziehungsweise Daten des öffentlichen Sektors verstanden. Der englische Begriff „mash up“ bedeutet so viel wie „vermischen“ oder „kombinieren“, was auch die Grundlage des Mash-up-Ansatzes ist: Existierende Daten, Services oder Funktionen werden miteinander kombiniert, um neue Anwendungen oder Webseiten zu schaffen. Fraunhofer Fokus demonstriert auf dieser Basis ein Anliegenmanagement-System namens „FixMyStadt“, mit dem Bürger beispielsweise Straßenschäden der Stadtverwaltung melden können.

Im Rahmen der Maßnahme „Prozess-Daten-Beschleuniger“ aus dem IT-Investitionsprogramm der Bundesregierung wurde das P23R-Prinzip entwickelt, das Unternehmen die Erfüllung ihrer gesetzlichen Meldepflichten erleichtern soll. Alle erforderlichen Meldungen werden von einer Software automatisch generiert und an die zuständigen Behörden übermittelt. Der P23R-Demonstrator, der auch auf dem Stand des Bundeswirtschaftministerium zu finden ist (Halle 9, B60), visualisiert den Ablauf von B2G-Prozessketten (Business zu Government).

Zum Thema Cloud-Computing stellt das Fraunhofer-Institut ein Lösungsszenario vor, wie Verwaltungen bei der Auslagerung von Prozessen den Schutz personenbezogener Daten gewährleisten können. Außerdem zeigt es ein gemeinsam mit der Deutschen Post entwickeltes Konzept einer E-Poststelle zur Integration des E-Postbriefs in die Infrastruktur von Verwaltungen. Sie soll sich nahtlos in bestehende IT-Systeme einbinden lassen und große Teile der Posteingangsbearbeitung automatisieren. Dadurch könnten Durchlaufzeiten und Personalaufwand deutlich reduziert werden.

Das Fraunhofer-Fokus-Spin-Off Consulting and Development GmbH (eGovCD) präsentiert auf der CeBIT den Prototypen einer Lösung zur sicheren Aufbewahrung von vertraulichen Dokumenten in öffentlichen und privaten Clouds. TrustedSafe wurde auf Basis von Windows Azure mit Unterstützung von Microsoft entwickelt.


Themenseiten: Business, CeBIT, Cloud-Computing, Fraunhofer Institute FOKUS, Fraunhofer-Gesellschaft, Kommunikation, Messe

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu CeBIT: Fraunhofer Fokus zeigt E-Government-Lösungen

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *