Nokia-Aktionäre geben Widerstand gegen Microsoft-Partnerschaft auf

Grund ist mangelnde Unterstützung für den "Plan B" seitens institutioneller Anleger. Unter den privaten Anteilseignern soll es hingegen hunderte Befürworter gegeben haben. Eine Gruppe ehemaliger Nokia-Mitarbeiter hatte unter anderem den Rücktritt von CEO Stephen Elop gefordert.

Die neun Aktionäre und ehemaligen Nokia-Mitarbeiter, die zum Widerstand gegen die Handy-Partnerschaft mit Microsoft aufgerufen hatten, haben ihre Protestaktion nach nur zwei Tagen wieder eingestellt. In einem Blogeintrag schreiben sie, es fehle die nötige Unterstützung, um auf der Nokia-Hauptversammlung im Mai ihren „Plan B“ durchzusetzen.

Nach Angaben der Gruppe haben zwar mehrere Hundert Anteilseigner die Forderungen befürwortet, es gebe jedoch keine ermutigenden Rückmeldungen von institutionellen Anlegern. Außerdem ginge man davon aus, dass die talentiertesten Mitarbeiter im Softwarebereich Nokia verlassen würden, bevor ihr Plan in Kraft treten könne. Ihre Website leitet die Gruppe inzwischen auf ihr Twitter-Konto um.

In einem offenen Brief hatte die Gruppe am Montag unter anderem die Abberufung von CEO Stephen Elop gefordert. Zudem wollte sie erreichen, dass Windows Phone 7 lediglich auf Smartphones für den US-Markt zum Einsatz kommt und MeeGo zum primären Betriebssystem der Finnen wird.

Inzwischen haben Nokia-Vertreter die ersten Windows-Phone-7-Handys für 2011 in Aussicht gestellt. In größeren Stückzahlen sollen sie aber erst 2012 erhältlich sein. Das Angebot wird auch günstigere Einsteigermodelle mit Windows Phone 7 umfassen.

Die ebenfalls im Rahmen des Strategiewechsels angekündigten Stellenstreichungen könnten Nokia teuer zu stehen kommen. Wie Engadget berichtet, fordert die finnische Gewerkschaft „Pro“ für jeden Mitarbeiter, der wegen der Handy-Partnerschaft mit Microsoft seinen Job verlieren wird, zusätzlich zu einer Abfindung 100.000 Euro.

HIGHLIGHT

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Nun ist offiziell, was lange Zeit niemand für möglich gehalten hat: Nokia setzt bei seinen Smartphones künftig auf ein Microsoft-Betriebssystem. Damit gehen die Finnen aber eine riskante Wette ein.

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