Erster Eindruck: HP Touchpad mit 9,7-Zoll-Display und WebOS

Vor knapp einem Jahr hat HP den angeschlagenen PDA-Hersteller Palm gekauft. Hewlett Packard hat jetzt in den USA ein Tablet und zwei Smartphones vorgestellt. ZDNet hat sich das HP Touchpad mit 9,7-Zoll-Display und WebOS angesehen.

Der Markt der Tablets scheint förmlich zu explodieren. Während praktisch das ganze letzte Jahr über das iPad allein auf weiter Flur stand und fröhlich Milliarden in Apples Kassen schaufelte, schießen die Touchscreen-Computer jetzt wie Pilze aus dem Boden. Auf der CES im Januar gab es schätzungsweise 50 bis 80 Tablets mit Android-Betriebssystem zu sehen. Viele davon werden mit der neuen Honeycomb-Version in den Handel kommen, die letzte Woche offiziell vorgestellt wurde. Außerdem steht RIMs BlackBerry PlayBook in den Startlöchern. Und Apple-Fans warten sehnsüchtig auf das iPad 2, das in den nächsten Wochen erscheinen soll. Bleibt da überhaupt Platz für HPs Touchpad mit WebOS-Betriebssystem?

Hardware

Auf den ersten Blick sieht das Gerät nicht nach Sonderling und nicht nach Revoluzzer aus, sondern eben wie ein Tablet, wie es sie schon zu Dutzenden gibt. Der 9,7-Zoll-Bildschirm ist ebenso groß wie der des iPads und bietet mit 1024 mal 768 Pixeln die gleiche Auflösung. Das Motorola Xoom bringt auf seiner 10,1-Zoll-Anzeige 1280 mal 800 Bildpunkte unter. Das Display sieht sehr angenehm aus und bietet erfreulich gute Blickwinkel. Ob ein IPS-Panel wie beim iPad oder ein TN-Panel wie beim Gros der Android-Tablets zum Einsatz kommt, ist allerdings noch nicht bekannt. Üblicherweise sind es IPS-Screens, die die deutlich besseren Blickwinkel bieten.

Das Herz des Touchpad ist ein Snapdragon-Dual-Core-Prozessor von Qualcomm, der mit 1,2 GHz getaktet ist. Auch hier bietet sich wieder der Vergleich mit der Konkurrenz an: Im iPad schlägt eine 1-GHz-A4-CPU, im Motorola Xoom kommt der 1 GHz schnelle Dual-Core-Chip Nvidia Tegra 2 zum Einsatz. Geht man nach den Spezifikationen, bietet das HP-Tablet also die beste Leistung, aber die Praxis sieht oft anders aus. Die Oberfläche des Touchpad ruckelt und hakelt hier und dort gelegentlich ein wenig – das ist beim iPad beispielsweise nicht der Fall. Aber nachdem das Tablet ohnehin erst im Sommer in den Handel kommen wird, lässt sich hier noch keine verlässliche Aussage treffen. Weder Hard- noch Software sind fertig.

Auf der Vorderseite des Touchpad befindet sich eine Webcam, die 1,2 Megapixel auflöst. Hinten am Gehäuse gibt es keine Aufnahmemöglichkeit. Das iPad bietet gar keine Kamera, das Motorola Xoom verfügt über front- und rückseitige Digicam mit 2 beziehungsweise 5 Megapixeln. Nachdem – außer bei Apple – zwei Kameras bei Tablets inzwischen zum guten Ton gehören, ist es überraschend, dass HP nur eine verbaut.

Ein weiteres Ausstattungsmerkmal, das bei Tablets schon fast in die Kategorie „Selbstverständlichkeit“ fällt, ist ein Videoausgang. Selbst Smartphones geben Videos und Fotos schon per HDMI mit 1080p-Auflösung auf dem dicken 50-Zoll-Plasma im Wohnzimmer wieder. Einen HDMI-Ausgang gibt es beim Touchpad scheinbar ebenfalls nicht.

Zu spät zur Party? Ohne iPad und Honeycomb hätte das HP Touchpad Überflieger-Garantie.
Zu spät zur Party? Ohne iPad und Honeycomb hätte das HP Touchpad Überflieger-Garantie.

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