iPhone-Jailbreak: Greenpois0n RC5 gibt es nun auch für Windows

Das Tool erlaubt ein dauerhaftes Entsperren von iOS 4.21. Anders als bisher muss man nach einem Neustart die Geräte nicht mehr erneut entsperren. Aktivierung und Unlock unterstützt das Tool jedoch nicht.

SBSettings: Schnellzugriff auf wichtige Funktionen (Screenshot: ZDNet.de)
SBSettings: Schnellzugriff auf wichtige Funktionen (Screenshot: ZDNet.de)

Das Jailbreak-Tool greenpois0n für ein dauerhaftes Entsperren steht nun auch für Windows zur Verfügung. Damit lassen sich iPhone 3GS und 4, iPod Touch der zweiten, dritten und vierten Generation, iPad sowie die Settop-Box AppleTV mit installiertem iOS 4.2.1 dauerhaft entsperren. Dadurch wird die werkseitige Beschränkung aufgehoben und das Aufspielen von Software, etwa aus dem Cydia-Store, ermöglicht, die nicht von Apple freigegeben wurde. Der offizielle App Store funktioniert auch nach einem Jailbreak.

Die bisherigen Jailbreaks für die aktuelle Mobilbetriebssystem-Version funktionierten bei den neueren Apple-Geräten nur „tethered“. Das bedeutet, dass ein Gerät nach jedem Neustart nochmals an den Computer angeschlossen werden muss, um es wieder in den entsperrten Zustand zu versetzen. Nur beim iPhone 3G, iPhone 3GS (altes Boot-ROM) und iPod Touch 2G (Non-MC-Modelle) war dies nicht notwendig („untethered“). Jetzt können alle Nutzer auf die umständliche Prozedur verzichten. Greenpois0n erlaubt die dauerhafte Freischaltung auch mit Geräten, die bereits über einen „tethered“ Jailbreak verfügen. Das Tool setzt für einen erfolgreichen Jailbreak eine funktionierende Internetverbindung voraus.

Bei der jüngsten Greenpois0n-Version handelt es sich um eine reine Jailbreak-Lösung. Mit ihr lassen sich keine Geräte aktivieren. Einen Unlock unterstützt das Tool ebenfalls nicht. Es ist daher lediglich für Nutzer geeignet, die über einen gültigen Mobilfunkvertrag mit einem offiziellen iPhone-Provider verfügen.

Cydia-Tool UDIDFaker, Quelle: cydia.xsellize.com (Screenshot: zdnet.de)
Cydia-Tool UDIDFaker, Quelle: cydia.xsellize.com (Screenshot: zdnet.de)

Gründe für einen Jailbreak gibt es viele: Manche Nutzer möchten ihr Gerät mit zusätzlichen Funktionen ausstatten, die Apple nicht erlaubt. Das Tool SBSettings bietet etwa einen schnellen Zugriff auf wichtige Systemkomponenten. Ohne sich durch zahlreiche Menüs hangeln zu müssen, können Anwender damit beispielsweise WLAN oder Bluetooth schnell Ein- und Ausschalten. Ein weiterer Grund für einen Jailbreak ist der laxe Umgang mit persönlichen Daten, was Apple bereits eine Klage eingebracht hat. Zahlreiche Anwendungen aus dem App Store spähen den Anwender aus. Im Cydia-Store stehen unter anderen die Tools PrivaCy und UDIDFaker (Quelle: cydia.xsellize.com) zur Verfügung, um die Datenspionage wirksam zu unterbinden.

Apple vertritt die Ansicht, dass ein Jailbreak und die Aufhebung des SIM/Net-Locks Verstöße gegen den Digital Millennium Copyright Act sind und die Lizenzbedingungen verletzen. Zudem erlischt durch eine Modifikation des Apple-Handys die Garantie. Dass Apple allerdings iPhone-Nutzer wegen eines Jailbreaks verklagt, gilt als unwahrscheinlich: Schließlich ist Apple-Mitgründer Steve Wozniak als leidenschaftlicher Jailbreaker bekannt.

P.S. Für die kommende Version iOS 4.3, die derzeit nur als Beta vorliegt, hat das iPhone Dev Team bereits einen „untethered“ Jailbreak angekündigt.

HIGHLIGHT

iPhone-Jailbreak: attraktive Apps aus dem Cydia Store

Das Entsperren des Apple-Smartphones eröffnet den Zugriff auf Anwendungen aus dem alternativen App Store von Jay Freeman. Der Blick auf das dortige Angebot verrät, warum immer mehr Anwender einen Jailbreak durchführen.

Themenseiten: Analysen & Kommentare, Apple, Jailbreak, Mobil, Mobile, iPad, iPhone, iPod

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