Hardwareunabhängige NFC-Schnittstelle für Android kommt im Februar

Inside Secure bietet Open NFC 4.2 quelloffen unter der Apache-Lizenz an. Es soll unter Android 2.3 und der kommenden Version 2.4 funktionieren. Das würde die Entwicklung von NFC-Lösungen für Hardware-Hersteller und Provider einfacher und billiger machen.

Android 2.3 Gingerbread
Android 2.3 Gingerbread

Inside Secure will bis Ende Februar eine Schnittstelle (API) zur Programmierung von NFC-Applikationen (Near Field Communication) für Android 2.3 (Gingerbread) und für die kommende Version Android 2.4 vorstellen. Der Quellcode von Open NFC 4.2 wird offen (Open Source) sein und unter der Apache-Lizenz stehen.

Inside Secure ist ein französischer Hersteller von Bezahllösungen und Lösungen zum Identitätsmanagement. NFC ermöglicht den berührungslosen Datenaustausch über sehr kurze Entfernungen im Bereich von Zentimetern. Dank der Technik könnte man ein Mobilgerät als elektronische Brieftasche benutzen. Man führt es zum Beispiel nahe an einem Bezahlterminal vorbei, um so elektronisch an der Tankstelle zu bezahlen. Android 2.3 hat bereits eine NFC-Schnittstelle, die unter anderem im jüngst vorgestellten Smartphone Nexus S genutzt wird. Allerdings ist diese NFC-Implementierung hardwareabhängig.

Hier kommt Open NFC 4.2 ins Spiel. „Open NFC basiert auf einer getrennten, sehr dünnen und leicht konfigurierbaren Hardware-Abstraktionsschicht, die nur einen winzigen Bruchteil des NFC-Stacks ausmacht“, erklärte Philippe Martineau von Inside Secure in einer Pressemitteilung. „Das heißt, dass der Open-NFC-Software-Stack ganz einfach für verschiedene NFC-Chip-Hardware genutzt werden kann.“

Hardware-Hersteller, Mobilfunkprovider und Software-Entwickler bekämen so eine einfache Lösung, um NFC-Anwendungen zu implementieren. Die Google-API hingegen müsse aufwändig und teuer umgeschrieben werden, um die hardwarespezifischen Teile zu ändern und sie an neue Geräte anzupassen.

Inside Secure hat erste Versionen von Open NFC bereits 2010 veröffentlicht. Bis zum Kauf von Secure Microcontroller Solutions von Atmel im Mai 2010 war das Unternehmen als „Inside Contactless“ bekannt. Ein Geschäftsziel ist es, Mobilgeräte, auf denen Android, Microsoft– oder Linux-Systeme laufen, mit Lösungen zum berührungslosen Bezahlen auszustatten.


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