Ruf nach öffentlichem CEO-Nachfolgeplan bei Apple wird lauter

Jetzt haben sich Investmentberater der Forderung von Apple-Aktionären angeschlossen: Der Aufsichtsrat soll jährlich über den Status der Nachfolgeplanung berichten. Eine Entscheidung fällt am 23. Februar auf der Hauptversammlung.

Steve Jobs mit iPad

Die einflussreiche US-Investmentberatungsfirma Institutional Shareholder Services (ISS) hat Apple aufgefordert, einen Plan für die Nachfolge von CEO Steve Jobs vorzulegen. Damit schließt sie sich einer Forderung von Apple-Aktionären an, die Anfang Januar bei der US-Börsenaufsicht eingereicht wurde.

Die Investorengruppe Central Laborers‘ Pension Fund, die mit rund 11.500 Anteilen ein 100.000stel der ausstehenden Apple-Anteile hält, will erreichen, dass Apples Aufsichtsrat den Aktionären jedes Jahr einen Statusbericht über die Nachfolgeregelung gibt.

In der Analyse von ISS, die jetzt von der Laborers‘ International Union of North America (Liuna) – ebenfalls ein Befürworter einer öffentlichen Nachfolgeregelung – veröffentlicht wurde, heißt es: „Alle Unternehmen sollten Nachfolgeplanungsrichtlinien und -pläne haben. Die Unternehmensführung sollte diese regelmäßig überprüfen und aktualisieren.“

Laut ISS würden die Apple-Aktionäre davon profitieren, wenn jährlich ein Bericht über die Nachfolgepläne des Unternehmens veröffentlicht würde. „Anhand dieses Berichts könnten die Anteilseigner die Bereitschaft und Entschlossenheit des Aufsichtsrats beurteilen, den Anforderungen der Nachfolgersuche unter den gegebenen Umständen gerecht zu werden.“

Am 23. Februar werden die Apple-Aktionäre über den Antrag abstimmen, teilte die Liuna mit. Dann findet Apples nächste Hauptversammlung statt.

Apple hat noch keine Stellungnahme zu dem Vorschlag abgegeben. Der Aufsichtsrat hat jedoch bereits im Januar eine Empfehlung für die Aktionäre aktenkundig gemacht, gegen den Vorschlag zu stimmen. Die Begründung: Man habe bei Apple bereits einen Nachfolgeplan. Ihn öffentlich zu machen, würde das Unternehmen dabei behindern, Top-Führungskräfte zu halten und neue zu rekrutieren.

Steve Jobs hatte sich im Januar erneut eine Auszeit aus medizinischen Gründen genommen. Schon 2004 hatte er sich wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs und 2009 wegen einer Lebertransplantation zeitweise von seinem Posten zurückgezogen. Seine Aufgaben hat erneut Chief Operating Officer Tim Cook übernommen. Einen offiziellen Termin für Jobs Rückkehr gibt es nicht.

Themenseiten: Apple, Business, Quartalszahlen, Steve Jobs

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