Gerücht: RIM will Android-Apps auf Playbook ermöglichen

Angeblich erwägt es, die Dalvik Virtual Machine zu übernehmen. Google könnte das Tablet dann für den Android Marketplace zertifizieren. Dagegen spricht, dass RIM durch ein kostspieliges Entwicklerprogramm native Apps fördert.

Blackberry Playbook (Bild: RIM)

Der Blog Boy Genius Report berichtet, dass Research In Motion erwäge, das Tablet Blackberry Playbook kompatibel zu Android-Apps zu machen. Das würde Nutzern Zugang zum Android Market mit seinen über 100.000 Apps gewähren und die Entwicklung von nativen Playbook-Apps unnötig machen.

Dem Blog zufolge könnte RIM dazu die Dalvik Virtual Machine für seine QNX-Neutrino-Plattform portieren, die auch Android-Geräte nutzen, um Apps abzuspielen. Technisch ist dies sicherlich machbar, da beide Betriebssysteme auf ARM-basierte Prozessoren setzen – aber es ist wohl nur schwer wirklich sauber zu realisieren.

Die Dalvik VM ist eine virtuelle Maschine für Java sowie Gegenstand eines Rechtsstreits zwischen Google und Oracle. Boy Genius Report entwirft ein Szenario, in dem Google die Plattform von RIM für Android-Apps zertifizieren würde.

Gegen eine solche Öffnung der Playbook-Plattform spricht, dass RIM damit seine Versuche unterminieren würde, Entwickler zum Programmieren von nativen Playbook-Apps zu bewegen. Dazu wurde ein koststpieliges Entwicklerprogramm mit Leihgeräten ins Leben gerufen. Beispielsweise SAP will das Tablet von RIM mit Apps unterstützen. Es soll zur ersten Wahl für Geschäftskunden-Tablets aufgebaut werden. RIM würde mit der Android-Option nur der Konkurrenz in die Karten spielen.

Der erhoffte technische Vorsprung gegenüber dem iPad, den RIM anhand eines Browservergleichs demonstriert hat, wäre damit wohl ebenfalls hinfällig. Außerdem gibt es zwar viele Android-Apps, aber wenige, die für Tablets optimiert sind.

Themenseiten: Android, Google, Java, Mobil, Mobile, Research In Motion, Software, Tablet

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