Geforce GTX 560 Ti: Nvidias neue Mittelklasse-GPU auf Fermi-Basis

Dank optimierter Architektur soll der GF114-Chip deutlich mehr Leistung pro Watt liefern als der GF104 des Vorgängers GTX 460. Taktraten und Shaderzahl hat Nvidia erhöht, die übrige Ausstattung ist nahezu unverändert. Erste Karten sind für 240 Euro erhältlich.

Nvidia positioniert die Geforce GTX 560 Ti gegen AMDs Radeon HD 6870 (Bild: Nvidia).
Nvidia positioniert die Geforce GTX 560 Ti gegen AMDs Radeon HD 6870 (Bild: Nvidia).

Nvidia hat nach den beiden High-End-Varianten Geforce GTX 580 und GTX 570 eine Mittelklasse-GPU auf Basis der überarbeiteten Fermi-Architektur herausgebracht. Die Geforce GTX 560 Ti weist nach wie vor eine Strukturbreite von 40 Nanometern auf, wurde aber auf Transistorebene gegenüber dem Vorgängermodell GTX 460 hinsichtlich Stromververbrauch und Kühlung optimiert. Dadurch soll sie deutlich mehr Leistung pro Watt bieten und mit AMDs Radeon HD 6870 konkurrieren.

Den Namenszusatz „Ti“ hat Nvidia nach zehn Jahren wieder ausgegraben: 2001 trugen ihn erstmals zwei Geforce-2- und Geforce-3-Chips, ehe 2002 die beliebte Geforce 4 Ti 4200 auf den Markt kam. Das Kürzel steht laut Hersteller für ein besonders gutes Preisleistungsverhältnis.

Vom Funktionsumfang her unterscheiden sich GTX 560 Ti und GTX 460 kaum. Nvidia hat lediglich Taktraten und Shaderzahl erhöht. Während der GF104-Chip der GTX 460 über 336 Rechenkerne und 56 Textureinheiten verfügt, bietet der GF114 der GTX 560 Ti 384 Kerne und 64 Textureinheiten. Die Speichermenge von 1024 MByte GDDR5 und die Anbindung mit 256 Bit sind gleich.

Der Grafikkern taktet mit 822 MHz und liegt damit 147 MHz über den 675 MHz der GTX 460. Der Speicher läuft mit effektiv 4008 MHz (GTX 460: 3600 MHz), die Shader mit 1645 MHz (GTX 460: 1350 MHz). Daraus ergeben sich eine Textur-Füllrate von 52,5 Milliarden Pixel pro Sekunde sowie eine höhere Speicherbandbreite von 128 GByte/s. (GTX 460: 37,8 und 115,2).

Trotz deutlich höherer Performance fällt die maximale Leistungsaufnahme der GTX 560 Ti mit angegebenen 170 zu 160 Watt TDP nur geringfügig höher aus als bei der GTX 460. Beide benötigen zwei sechspolige Stromanschlüsse.

An der übrigen Ausstattung hat sich nahezu nichts geändert: Außer DirectX 11 werden OpenGL 4.1, OpenCL 1.0, CUDA, PhysX, PureVideo HD, 3D Vision und 2-Wege-SLI unterstützt. An Schnittstellen sind zwei DVI-Ports und ein Mini-HDMI-Anschluss vorhanden. So lassen sich bis zu zwei Monitore gleichzeitig anschließen.

Erste GTX-560-Ti-Karten mit Dual-Slot-Lüfter sind bereits im Handel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 240 Euro. Den Vorgänger GTX 460 gibt es im Internet ab circa 160 Euro, AMDs Radeon HD 6870 ab etwa 210 Euro.

Nvidia Geforce mit DirectX 11

Modell GTX 580 GTX 570 GTX 560 Ti GTX 460
Recheneinheiten 512 480 384 336
Grafiktakt 772 MHz 732 MHz 822 MHz 675 MHz
Prozessortakt 1544 MHz 1464 MHz 1645 MHz 1350 MHz
Texturfüllrate 49,4 GPixel/s 43,9 GPixel/s 52,5 GPixel/s 37,8 GPixel/s
Speicherinterface 384 Bit 320 Bit 256 Bit 256 Bit
Speichertakt 2004 MHz 1900 MHz 2004 MHz 1800 MHz
Speicherbandbreite 192,4 GByte/s 152,0 GByte/s 128,0 GByte/s 115,2 GByte/s
Preis für Grafikkarte 450 Euro 320 Euro 240 Euro 160 Euro

Themenseiten: Geforce, Grafikchips, Hardware, Nvidia

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1 Kommentar zu Geforce GTX 560 Ti: Nvidias neue Mittelklasse-GPU auf Fermi-Basis

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  • Am 27. Januar 2011 um 9:07 von Three

    kleiner Fehler
    Ihr habt einen kleinen Fehler in eurem Bericht.

    Zitat:
    Den Namenszusatz „Ti“ hat Nvidia nach zehn Jahren wieder ausgegraben: 2001 trugen ihn erstmals zwei Geforce-3-Chips.

    Das Stimmt leider nicht, ihr habt die Geforce-2 Ti und Geforce-2 Ti Vx vergessen.

    Da haben Sie recht! Danke für den Hinweis, der Artikel ist korrigiert.
    Die Redaktion

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