Huawei will Verkauf von Motorolas Netzwerksparte per Klage stoppen

Nokia Siemens Networks könnte durch den Kauf Zugriff auf Huaweis geistiges Eigentum erhalten. Huawei befürchtet einen irreparablen wirtschaftlichen Schaden. Motorola vertreibt seit Jahren Huawei-Produkte unter seinem Markennamen.

Huawei Technologies hat am Montag bei einem US-Bezirksgericht Klage eingereicht, um zu verhindern, dass Nokia Siemens Networks (NSN) die Übernahme der Wireless-Netzwerksparte von Motorola für 1,2 Milliarden Dollar abschließt. Der chinesische Netzwerkausrüster befürchtet, dass NSN durch den Kauf unrechtmäßig Zugriff auf Huaweis geistiges Eigentum erhält.

Einer Pressemitteilung zufolge arbeiten Motorola und Huawei seit dem Jahr 2000 zusammen. Unter anderem vertreibe das US-Unternehmen Mobilfunkausrüstung von Huawei unter seinem Markennamen. Huawei habe Motorola dafür Zugang zu vertraulichen Informationen gewährt.

Seit der Ankündigung des Verkaufs von Motorolas Netzwerksparte an Nokia Siemens Networks habe Huawei „versucht, sicherzustellen, dass Motorola keine Geschäftsgeheimnisse an NSN weitergibt.“ Motorola habe die gewünschten Unterlassungserklärungen aber nicht abgegeben. Eine Weitergabe der Informationen an Dritte würde einen irreparablen wirtschaftlichen Schaden bedeuten, so Huawei. Deswegen habe man nun Klage eingereicht.

Auch die chinesischen Kartellbehörden haben der Transaktion noch nicht zugestimmt. Ende Dezember hatte Nokia Siemens Networks mitgeteilt, dass sich der geplante Kauf deswegen verzögere. Ursprünglich sollte die im Juli angekündigte Übernahme zum Jahresende abgeschlossen werden. Jetzt rechnet NSN mit „Anfang 2011“.

Das Problem für Motorola ist, dass der Verkauf der Netzwerksparte den Weg zur Aufspaltung des Unternehmens freimachen sollte. Seit 4. Januar 2011 sind Motorola Mobility und Motorola Solutions zwei eigenständige börsennotierte Firmen.

Gerichtsunterlagen: Huawei will den Verkauf von Motorolas Netzwerksparte verhindern

Themenseiten: Business, China, Huawei, Motorola, nokia siemens networks, Übernahmen

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