Studie: iPhone-Nutzer sind treuer als Android-Anwender

Samsungs Bada landet auf Platz drei. 85 Prozent der iPhone-Besitzer würden sich jederzeit wieder für ein iOS-Smartphone entscheiden; bei Android sind es sogar 89 Prozent. Am schlechtesten schneiden Nokias Plattformen Maemo und Symbian S60 ab.

iPhone-Nutzer identifizieren sich mit Abstand am meisten mit der Marke ihres Geräts (Bild: Zokem).
iPhone-Nutzer identifizieren sich mit Abstand am meisten mit der Marke ihres Geräts (Bild: Zokem).

Trotz der steigenden Beliebtheit von Android-Smartphones sind iPhone-Anwender offenbar die loyalsten, wenn es um die Identifikation mit der Marke ihres Geräts geht. Das ist das Ergebnis der Umfrage „Mobile Life“ des Mobile-Analytics-Anbieters Zokem.

Apples iPhone erreicht demnach auf der Skala 73 Loyalitätspunkte. Das sind 84 Prozent mehr als das zweitplatzierte Android mit 40 Punkten. An dritter Stelle liegt Samsung Bada mit 33 Loyalitätspunkten.

Die weiteren Plätze belegen RIMs Blackberry mit 30 Punkten, Symbian S60 mit 24 Punkten, Windows Mobile und Palm Pre (gemeint ist vermutlich das Palm-Betriebssystem WebOS) mit jeweils 10 Punkten sowie Nokia Maemo mit -36 Punkten. Windows Phone 7 wurde in der Studie nicht berücksichtigt.

Auf Basis seines Treueindex untersuchte Zokem weitere Faktoren – etwa Zusammenhänge zwischen der Markentreue zum aktuellen Gerät und der Frage, ob Anwender sich wieder für dieselbe oder eine andere – und welche andere – Plattform entscheiden würden. 85 Prozent der befragten iPhone-Nutzer würden jederzeit wieder das Apple-Smartphone wählen. Höher ist die Quote nur bei Android-Besitzern: Hier haben 89 Prozent die Absicht, sich erneut ein Gerät mit Googles Mobilbetriebssystem zuzulegen.

Am niedrigsten ist die Quote bei Symbian S60: Nur 8 Prozent der Anwender wollen sich erneut ein Smartphone kaufen, das unter dem von Nokia lizenzierten Betriebssystem läuft. Bei Blackberry OS beträgt die Wiedererwerbsquote 61 Prozent.

„Die Zahlen zeigen, dass iOS die leistungsfähigste Plattform ist, wenn es um Markentreue geht“, sagte Zokem-CEO Hannu Verkasalo. „Aus diesem Grund ist es auch sehr wahrscheinlich, dass sich Anwender wieder für ein Apple-Smartphone entscheiden.“ Android sei im US-Markt eine gute Nummer zwei, obwohl sein Treueindex nicht so hoch sei wie der von Apple. Dennoch sei es auch hier sehr wahrscheinlich, dass Nutzer bei der Plattform bleiben.

Für seine Panel-Studie „Mobile Life“ befragte Zokem in jedem Quartal des Jahres 2010 mehr als 1500 Personen.

Fast 90 Prozent der Android-Nutzer würden jederzeit wieder ein Gerät mit Googles Mobilbetriebssystem kaufen. Selbst beim iPhone sind es "nur" 85 Prozent (Bild: Zokem).
Fast 90 Prozent der Android-Nutzer würden jederzeit wieder ein Gerät mit Googles Mobilbetriebssystem kaufen. Selbst beim iPhone sind es „nur“ 85 Prozent (Bild: Zokem).


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6 Kommentare zu Studie: iPhone-Nutzer sind treuer als Android-Anwender

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  • Am 23. Januar 2011 um 15:12 von Paul

    Zokem-CEO Hannu Verkasalo verwechselt etwas
    Die Zahlen zeigen doch eindeutig, dass die Treue zu einer Marke und die Treue zu einem Betriebssystem zwei verschiedenen Schuhe sind. Das Ergebnis sagt eher wenig über die Leistungsfähigkeit von iOS aus, denn Markentreue ist eine Bauch-Entscheidung, da zählt das Image der Marke u.ä. Die Treue zu einem Betriebssystem ist hingegen eine Kopf-Entscheidung, da zählt die Leistungsfähigkeit, die Freiheit für individuelle Installationen u.ä.

    Über das hier präsentierte Ergebnis darf sich die Marketing-Strategen von Apple freuen, weniger die Techniker.

  • Am 23. Januar 2011 um 17:54 von Apollo

    So kann man es sich auch schön reden.
    Ich hab ja nun schon echt viel pro Apple geschönte Berichte gelesen, aber so was schlägt doch dem Faß den Boden aus.
    Loyalitätspunkte gegenüber der Marke?!?! Das im Vergleich zu Android? Himmel Herrgott….. Android ist ein Betriebssystem und keine „Marke“ wie Apple. So was bescheuertes hab ich lang nicht mehr gehört. „Fakt“ in dieser Umfrage (Wobei ich bezweifeln möchte, dass 1500 Personen einen repräsentativen Querschnitt der Weltbevölkerung darstellen..)das die Befragten zufriedener mit ihrem Android System sind als mit dem iOS.
    Aber die Schlussfolgerung des Verfassers ist ja, dass iOS das beste System sei um die Treue zu vertiefen……. Ein Fünftklässler im Physikunterricht stellt bessere Schlussfolgerungen.
    Liebe ZDNet Redaktion: Nicht jeder Schwachsinn der irgendwo auf der Welt eine positive Sache über Apple zu sagen glaubt, ist auch wirklich eine Nachricht. So böse es klingt, so ernst ist es gemeint: Habt ihr aufgehört zu denken?

    Anm. d. Red: Nein, haben wir nicht … Die Meldung war und ist auch intern nicht unumstritten. Aber letztendlich waren wir der Meinung, dass man das auch entspannt sehen kann – als Anlass für eine nette, aber nicht zu ernsthafte Diskussion. Viele Grüße!

    • Am 24. Januar 2011 um 12:31 von Apollo

      AW: So kann man es sich auch schön reden.
      An die Red.:

      Es ist schön zu hören, dass es auch innerhalb der Red noch unverblendete Mitarbeiter gibt. Dennoch kann ich nicht nachvollziehen wie man so eine offensichtliche Verdrehung der Fakten unkommentiert veröffentlicht. Sie können doch von ihren Lesern nicht erwarten, dass sie „entspannt“ auf offensichtliche Fehler reagieren nur weil es sich um Apple handelt?! Ich war immer der Meinung es sei die Pflicht einer Redaktion Nachrichten kritisch zu hinterfragen und ggf. nicht zu veröffentlichen, oder zumindest sie zu kommentieren.
      Schade um diese Zeiten.

      • Am 25. Januar 2011 um 12:46 von Schall und Rauch

        AW: AW: So kann man es sich auch schön reden.
        Es ist mit Nichten die Pflicht einer jeden Redaktion Nachrichten kritisch zu hinterfragen. Redaktionen verbreiten Nachrichten. Und Redaktionen bzw. Leute, die sich berufen fühlen, können Nachrichten kommentieren.
        Das ist ein Unterschied.

        Eine Nachricht ist eine Nachricht ist eine Nachricht. Sie darf nie mit der Meinung eines Journalisten verwässert bzw. in ihrem Informationsgehalt verfälscht werden!
        Der geneigte Leser soll sich seine eigene Meinung bilden können.
        „Nachrichten“, welche die eigene Meinung des Autors wiedergeben sind keine Nachrichten, sondern Kommentare.

        Leider wird dies in Deutschland immer weniger voneinander getrennt.
        Schade eigentlich….

        • Am 25. Januar 2011 um 19:36 von Apollo

          AW: AW: AW: So kann man es sich auch schön reden.
          Muss ich ihnen recht geben. Das Wort „Nachricht“ war unglücklich gewählt. Die Feststellungen, Ergebnisse und Schlussfolgerungen von Zokem wurden erst durch ZDNet zur Nachricht. Somit ist es noch viel mehr die Aufgabe der Red. darauf zu achten, welche „Informationen“ zur Nachricht werden.

          • Am 26. Januar 2011 um 16:12 von Schall und Rauch

            AW: AW: AW: AW: So kann man es sich auch schön reden.
            Da bin ich mit Ihnen einer Meinung.
            Nicht alles ist eine Nachricht.
            Im vorliegenden Fall wäre es besser gewesen, die Information zu bewerten, und einen Kommentar dazu zu veröffentlichen.
            Und man sollte diesen Kommentar dann auch als solche kennzeichnen.
            Leider werden heute zuviele Kommentare und Analysen als Nachrichten „verkauft“, und somit „Meinungsmache“ betrieben.
            Da muss man schon sehr aufpassen und querlesen, damit man sich wirklich eine eigene Meinung bilden kann.

            Einen schönen Tag noch.

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