Tim Cook: „Wir sehen Apples Zukunft sehr optimistisch“

Laut dem Chief Operating Officer (COO) arbeitet das Unternehmen auch ohne Jobs so gut wie nie zu vor. Apple will der Konkurrenz auf dem PC- und dem Smartphone-Markt Anteile abnehmen.Zum iPad gibt es keine ernstzunehmende Alternative.

Alles ist gut – auch ohne Steve Jobs: Apples Chief Operating Officer (COO) Tim Cook, der während Jobs‘ krankheitsbedingter Abwesenheit das Unternehmen führen wird, hat Investoren und Beobachter auf einer Bilanzpressekonferenz beruhigt. Apple sei gut geführt, man habe exzellente Produkte im Markt und in Entwicklung sowie reichlich Potential, das Geschäft auszuweiten.

Einem Analysten sagte Cook, Apple arbeite so gut wie noch nie. „Wir entwickeln einen Haufen Produkte. Unsere Mannschaft ist einzigartig, was die Breite und Tiefe der Fähigkeiten angeht, und es gibt eine Innovationskultur, die Steve in das Unternehmen gebracht hat. Herausragende Leistungen sind bei uns zur Gewohnheit geworden. Wir sind sehr optimistisch, was die Zukunft angeht.“

Apple meldet seit fast zwei Jahren regelmäßig Rekord-Quartalsergebnisse. Auch diesmal war von den höchsten Einnahmen und Gewinnen der Firmengeschichte die Rede – sowie von den höchsten iPhone-Verkäufen aller Zeiten (16,2 Millionen Stück). 7,3 Millionen iPads gingen im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 (bis 25. Dezember) über den Ladentisch und 4,1 Millionen Mac-Rechner.

Das Unternehmen hat zudem Finanzreserven von 60 Milliarden Dollar (45 Milliarden Euro). Die Apple-Stores melden mit 75 Millionen so viele Besucher wie noch nie, und auch die iTunes-Verkäufe sprengen alle bisherigen Ergebnisse.

Jobs hatte seinen CEO-Posten schon einmal aus Krankheitsgründen verlassen müssen – von Januar bis Juni 2009. Damals erzielte Apple dennoch gute Ergebnisse. Diesmal gibt es allerdings noch keinen Termin für Jobs‘ Rückkehr – wenn er überhaupt in die Position zurückkehren können wird. Apple betont aber immer wieder, auch gegenüber der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, dass Jobs weiter an allen wichtigen Entscheidungen und an der Festlegung der Unternehmensstrategie beteiligt sei.

Laut Cook hat Apple noch viel Spielraum, um mehr Geräte zu verkaufen. „Unser Mac-Geschäft lief phänomenal. Trotzdem haben wir auf dem riesigen PC-Markt noch einen vergleichsweise kleinen Anteil. Hier ist das Wachstumspotenzial enorm.“ Dasselbe gelte für den Smartphone-Markt: „Wir haben einen vergleichsweise kleinen Marktanteil bei Telefonen“, erklärte Cook. Handys mit Symbian liegen Gartner zufolge mit 37 Prozent Marktanteil im dritten Quartal 2010 weltweit nach wie vor auf Platz eins. Googles Android hat 25 Prozent erobert, während 17 Prozent der Geräte am Markt unter Apples iOS laufen.

Die Flut der angekündigten Android-Tablets sieht Cook nicht als Bedrohung für das iPad. Er bezeichnete die Konkurrenzprodukte als „wunderlich“ und als „aufgeblasene Smartphones“. Die auf der jüngsten Consumer Electronics Show (CES) vorgestellten Modelle seien „Vaporware„. Außerdem „sieht Apple dem Treiben nicht tatenlos zu“ – eine Anspielung auf das iPad 2, das in den nächsten Monaten erscheinen soll.

Themenseiten: Apple, Business, CES, Mobile, Quartalszahlen, Steve Jobs, Tablet, iPad, iPhone, iTunes, macOS

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