Google-News-Prozess in Italien beigelegt

Der Konzern hat die Nachrichten-Algorithmen angepasst und die Behörden über AdSense informiert. Das reichte, um Sorgen der Verlage zu zerstreuen. Etliche von ihnen wollen nicht in Google News, wohl aber in der Standardsuche auftauchen.

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Die italienischen Behörden haben eine kartellrechtliche Untersuchung gegen Google News beigelegt. Dies geschah in Reaktion auf Modifikationen, die Google an seinen Bestimmungen zu News und Anzeigen für Italien vorgenommen hatte.

Die Untersuchung hatte im Jahr 2009 begonnen, als italienische Nachrichtensites sich Sorgen machten, sie würden auch aus dem allgemeinen Such-Index von Google fallen, wenn sie ihre Inhalte für Google News sperrten. Die Vorwürfe führten zu einer eingehenden Untersuchung, in deren Rahmen Googles italienische Büros durchsucht wurden.

Google hat sich jetzt laut Associated Press offiziell verpflichtet, die Suchergebnisse nicht von einer Teilnahme an Google News abhängig zu machen. Außerdem habe man den behörden Zusatzinformationen zu AdSense gegeben, dem Anzeigenprogramm, bei dem Partner-Websites am Umsatz beteiligt werden.

„Wir haben die Bedenken der italienischen Wettbewerbsbehörden und unserer Verlagspartner ausräumen können“, hat Google der New York Times mitgeteilt. „Obwohl wir italienischen und EU-Wettbewerbsgesetzen entsprechen, wissen wir auch, dass es in unserem Geschäft immer Verbesserungsmöglichkeiten gibt.“

Andere kartellrechtliche Untersuchungen als die in Italien laufen allerdings noch. Die EU und der US-Bundesstaat Texas prüfen noch die Wettbewebslage in Googles Kerngeschäft Suche, und das US-Justizministerium untersucht Googles Übernahme von ITA, einem Hersteller von Flugverkehrssoftware.

Themenseiten: Business, Gerichtsurteil, Google, Suchmaschine

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