Lizenzabkommen: Intel zahlt 1,5 Milliarden Dollar an Nvidia

Im Gegenzug erhält Intel Zugriff auf alle Nvidia-Patente. Die beiden Firmen legen zudem ihre laufenden Rechtsstreitigkeiten bei. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von sechs Jahren.

Intel und Nvidia haben ein Lizenzabkommen mit einer Laufzeit von sechs Jahren unterzeichnet. Den Zugang zu Nvidias Patenten lässt sich der Prozessorhersteller 1,5 Milliarden Dollar (1,16 Milliarden Euro) kosten. Darüber hinaus haben beide Unternehmen vereinbart, alle zwischen ihnen laufenden Rechtsstreitigkeiten einzustellen.

„Für die künftige Nutzung von Nvidias Technologien wird Intel Lizenzgebühren von insgesamt 1,5 Milliarden Dollar in fünf jährlichen Raten zahlen“, teilte Nvidia mit. Die erste Teilzahlung erfolge am 18. Januar. Der operative Gewinn erhöhe sich dadurch jährlich um etwa 233 Millionen Dollar, der Nettogewinn pro Aktie um 0,29 Dollar.

Während Intel Zugriff auf alle GPU-Patente von Nvidia erhält, kann der Grafikchiphersteller nur bestimmte Technologien von Intel verwenden. Unter anderem sind gewerbliche Schutzrechte für Prozessoren, Flash-Speicher und bestimmte Chipsätze für Intel-CPUs von der Vereinbarung ausgenommen.

„Das Abkommen läutet eine neue Ära für Nvidia ein“, sagte Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang. Es unterstreiche den Wert von Nvidias Technologien und deren Bedeutung für die Zukunft des Personal Computing.

Anfang 2009 hatte Intel eine Patentklage eingereicht, um Nvidia zu untersagen, Chipsätze für Intels Nehalem-Prozessoren auf den Markt zu bringen. Kurz darauf konterte der GPU-Hersteller mit einer Gegenklage. Im Mittelpunkt des Streits stand die Frage, ob das damalige gegenseitige Lizenzabkommen auch für Prozessoren gilt, die wie Nehalem über einen eigenen Speichercontroller verfügen. Im Oktober 2009 stellte Nvidia die Entwicklung neuer Chipsätze für Intel-CPUs ein.

Themenseiten: Business, Chipsätze, Grafikchips, Intel, Nvidia, Prozessoren

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