McAfee: 2011 stehen Apple-Produkte im Fokus von Kriminellen

Die "2011 Threat Predictions" erwähnen außerdem Smartphones und Internet-TVs als zunehmend attackierte Plattformen. Mittel zum Zweck sind Kurz-URL-Dienste und zunehmend Geolokalisierung. Auch politisch motivierte Attacken nehmen zu.

Logo von McAfee

McAfee erwartet, dass Schadsoftware sich 2011 auf neue Ziele richten wird: Smartphones, Geolokalisierungsdienste wie Foursquare, URL-Abkürzungsdienste und Apple-Produkte aller Art. Dazu will es eine Prognose namens „2011 Threat Predictions“ veröffentlichen, die aktuell noch nicht einsehbar ist – der zugehörige Link am Ende der Pressemeldung führt nur auf die Startseite.

Zusammenfassend sagt Vincent Weafer, Senior Vice President der McAfee Labs: „Wir haben eine deutlichen Anstieg der Akzeptanz von mobilen Geräten und Sozialen Netzen gesehen, und im Fokus stehen immer die Plattformen und Dienste, die die Anwender am meisten nutzen. Sie sind in kurzer Zeit sehr populär geworden, und wir stellen hier jetzt schon weit mehr Schwachstellen, Angriffe und Datenverluste fest.“

Insbesondere Kurz-URL-Dienste bleiben ein Mittel, um unvorsichtige Anwender auf präparierte Websites zu locken. Twitter hat McAfee zufolge die Anwender daran gewöhnt, ohne großes Nachdenken auf solche Abkürzungen zu klicken. McAfee betreibt mit „McAf.ee“ selbst einen solchen Dienst. Insgesamt sei die Sicherheit neuer Dienste nicht immer auf einer Höhe mit der etablierter Technik.

Als neues Ziel von Angriffen hat McAfee auch Geolokalisierungsdienste wie Foursquare und Facebook Places ausgemacht. „Mit ein paar Klicks bekommen Kriminelle Einsicht, wer gerade einen Tweet abschickt, wo er sich befindet, was er schreibt und welchen Client er auf welchem Betriebssystem benutzt. Diese Vielzahl persönlicher Informationen ermöglicht Cyberkriminellen zielgerichtete Angriffe.“

Was die Hardware angeht, sieht McAfee mobile Geräte im Fokus, vor allem, wenn sie zu Unternehmensnetzen gehören. Außerdem prognostiziert es einen Anstieg der Schadsoftware für die Apple-Betriebssysteme Mac OS und iOS sowie Internet-TV-Plattformen wie Google TV.

Als kriminell stuft McAfee offenbar auch Wikileaks ein, die in den letzten Monaten so viel diskutierte Whistleblower-Plattform. Es werde jede Menge Nachahmer und dementsprechend auch mehr „politisch motivierte Angriffe“ geben.

Originell ist zumindest die Zusammenfassung nicht, die McAfee geliefert hat. Es bleibt abzuwarten, ob der komplette Report mehr Substanz enthält. Insbesondere bezüglich Apple hat es in den vergangenen Jahren häufig düstere Prognosen gegeben, die das Unternehmen dank seines oft als allzu geschlossen kritisierten Systems bisher abwenden konnte. Immerhin wurde aber auch mit Mac OS X 10.6.4 ohne das gewohnte Tamtam ein Malware-Schutz eingeführt.


HIGHLIGHT

Malware für Android: echte Gefahr oder Übertreibung?

Antivirenhersteller warnen vor Schädlingen im Android Market und bieten kostenpflichtigen Schutz an. ZDNet erläutert, warum es faktisch keine Malware für das Google OS gibt, und ein Virenschutz nicht erforderlich ist.

Themenseiten: McAfee, Mobile, Networking, Smartphone, Soziale Netze, macOS

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu McAfee: 2011 stehen Apple-Produkte im Fokus von Kriminellen

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *