Delicious will sich von Yahoo lösen

Das soll die drohende Schließung des Lesezeichendiensts verhindern. Eine mögliche Alternative ist scheinbar ein Verkauf. Die Betreiber führen bereits Gespräche mit anderen Unternehmen.

Delicious sucht nach Möglichkeiten, sich von seinem Mutterunternehmen Yahoo zu lösen. Der Lesezeichendienst will so seiner Schließung entgehen. Er steht auf einer Liste von Geschäftsbereichen, die der Internetkonzern einstellen will.

„Wir werden Delicious nicht schließen“, heißt es im Delicious-Blog. „Wir haben festgestellt, dass unsere Strategien und die von Yahoo nicht zusammenpassen.“ Und: „Wir denken aktiv über die Zukunft von Delicious nach. Wir prüfen unterschiedliche Optionen und sprechen mit Unternehmen.“ Eine Lösung außerhalb von Yahoo sei im Sinne der Nutzer.

Aus dem Blogeintrag geht nicht hervor, ob Yahoo von Anfang an neben einer Schließung auch einen Verkauf des Diensts in Betracht gezogen hat. Verschiedene Unternehmen bekunden jedenfalls in Blogs und Tweets Interesse an einer Übernahme von Delicious. Zudem gibt es eine Petition bei Twitter, die sich für eine Umwandlung in ein Open-Source-Project ausspricht.

Yahoo hatte Delicious 2005 übernommen. Gründer Joshua Schachter hat das Unternehmen vor zwei Jahren verlassen und war danach für kurze Zeit bei Google beschäftigt. Der Dienst verfügt weiterhin über einige treue Anhänger.

Außer Delicious wird Yahoo möglicherweise auch AltaVista, AllTheWeb.com, MyBlogLog, Yahoo Buzz und Yahoo Picks schließen. Das legt ein Screenshot eines firmeninternen Webcast nahe, den der frühere Yahoo-Mitarbeiter Eric Marcoullier, Gründer von MyBlogLog, Ende vergangener Woche per Twitter verbreitet hat. Nach Firmenangaben handelt es sich um Produkte, die nicht mehr zu Yahoos Strategie passen oder die keine ausreichende Leistung erzielen.

Logo von Delicious

Themenseiten: Internet, Networking, Soziale Netze, Yahoo

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