Google macht Chrome fit für Unternehmen

Administratoren können ihren Benutzern zahlreiche Optionen per Group Policy vorgeben. So lassen sich etwa Plug-ins verbieten. Ein MSI-Installer erlaubt ein schnelles Deployment in großen Unternehmen.

Google hat eine Reihe von Businessfunktionen für seinen Browser Chrome vorgestellt. Das gab der Suchmaschinenriese gestern in einem Blogbeitrag bekannt. Mit den neuen Features sollen es Administratoren leichter haben, Deployment und Verwaltung in großen Unternehmen durchzuführen.

Mit einem MSI-Installer, der alle Dateien des Programms enthält, können Admins ihre bisherige Deployment-Lösung nutzen, um den Browser auf den Client-PCs automatisiert zu installieren.

Ferner lassen sich zahlreiche Optionen per Group Policy konfigurieren. Dazu zählen die Startseite, die Standard-Suchmaschine und ein eventueller Proxy-Server. Auch Sicherheitsvorgaben können zentral administriert werden, etwa ob eine Historie der besuchten Seiten gespeichert wird oder ob der Benutzer seine Einstellungen über ein Google-Konto synchronisieren darf. Extensions und Plug-ins können per Black- und Whitelisting verboten beziehungsweise erlaubt werden.

Unternehmen, die Google Apps einsetzen, erhalten kostenlosen Support per Telefon und E-Mail. Zudem hat Google eine Website mit Dokumentation zum Deployment von Chrome eingerichtet.

Unterstützt wird auch der Einsatz von Google Chrome Frame, ein Plug-in für Microsofts Internet Explorer, das alle Webseiten mit der Engine von Chrome darstellt. So müssen sich bisherige IE-Benutzer nicht an ein neues Interface gewöhnen.

Neben der höheren Geschwindigkeit von Chrome gegenüber IE8 wirbt Google vor allem mit höherer Sicherheit. Das Unternehmen wirft Microsoft vor, bekannte Sicherheitslücken nicht zeitnah zu fixen.

Der Streit gipfelte im Juni darin, als Tavis Ormandy, Sicherheitsexperte bei Google, einen Exploit für eine Sicherheitslücke veröffentlichte, die seit über einem Jahr bekannt war. Google sieht eine Obergrenze von 60 Tagen für das Stopfen von Sicherheitslücken. Interessant dürfte für Business-Anwender auch der eingebaute PDF-Viewer von Chrome sein. Adobe Reader gilt als ein Programm, das sehr anfällig gegen Angriffe ist.

Bauchschmerzen dürfte Unternehmen allerdings die Tatsache bereiten, dass Chrome das Nutzerverhalten auswertet, auch wenn das anonymisiert geschieht. Es steht keine Group-Policy-Funktion zur Verfügung, dieses Verhalten zu deaktivieren.

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