Google testet „Präventivsuche“

Sie soll bereits Informationen zum Anwender übermitteln, wenn dieser noch gar nicht danach gesucht hat. Als Basis dienen Browserhistorie und Standortdaten. Auch Social-Media-Elemente fließen ein.

Marissa Mayer (Bild: ZDNet)
Marissa Mayer (Bild: ZDNet)

Google experimentiert mit „präventiven“ Ergebnissen in seiner Websuche, die schon beim Anwender landen, noch bevor dieser überhaupt danach sucht. Das hat Marissa Mayer, Googles Vizepräsidentin für geografische und lokale Dienste, auf der Internetkonferenz Le Web in Paris bekannt gegeben.

Ziel sei es, Informationen bereits zum Anwender zu pushen, wenn dieser noch nicht einmal wisse, dass er genau danach suche, sagte Mayer. Solche „kontextuellen Funde“ basierten auf Faktoren wie der Browserhistorie oder dem Aufenthaltsort eines Nutzers.

„Wir spielen mit neuen Konzepten, wie man Informationen finden kann“, erklärte Mayer. „Können wir den Ort und Hintergrund eines Anwenders dazu nutzen, um herauszufinden, welche Art von Informationen er braucht? Das ist wie eine Suche ohne Suche.“

Sowohl explizite als auch implizite Standortinformationen könnten genutzt werden. Auch „soziale Suchvorschläge“ sollen Teil dieser nächsten Generation von Suchmaschinen sein. Damit ließe sich in einem Restaurant eine „soziale“ Speisekarte aufzurufen, auf der nicht nur die Gerichte aufgelistet sind, sondern auch, was andere bestellt haben oder was ihnen geschmeckt hat. „Ich denke, da lässt sich viel machen“, so Mayer.

Grundsätzlich werde sich Google in Richtung Social Media weiterentwickeln. „Im Web gibt es vier Schlüsselplattformen: Suche, Video, Social und Mobile“, sagte Mayer. „Google hat bei dreien alles richtig gemacht, und wir arbeiten hart an der vierten.“

Themenseiten: GPS, Google, Internet, Suchmaschine

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