EU fördert Projekt für Informationsmanagement im Web

Ziel von "Render" ist es, Anwender möglichst umfassend zu informieren. Der Großteil der Informationen im Netz wird nach Nutzerpräferenzen vorgefiltert. Dadurch entgehen ihnen aber Inhalte, die ein differenzierteres Bild ermöglichen würden.

EU fördert Projekt für Informationsmanagement im Web

Unter der Federführung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist ein EU-Projekt zu Wissensmanagement im Netz gestartet. „Render“ setzt sich mit Möglichkeiten auseinander, wie Informationen im Web sinnvoll gesammelt, verknüpft und gruppiert werden können. Ansatzpunkt ist die Vielfalt von Perspektiven, die Anwender häufig nicht wahrnehmen, weil Inhalte vorab gefiltert werden.

„Mit der Flut an Informationen im Internet steigt die Zahl der Mechanismen, die Nutzern vorgefilterte Inhalte nach ihren Präferenzen liefern“, erklärt Elena Simperl vom Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) des KIT und Leiterin des Projekts. Dadurch entgingen Anwendern wertvolle Inhalte, mit denen sie sich ein differenzierteres Bild vom jeweiligen Sachverhalt machen könnten. Beispiele seien die tagesaktuelle Berichterstattung, Blogs und andere Wissensmedien.

Render soll mittels Software und Datenmodellen Nutzern ermöglichen, verschiedene Standpunkte zu einzelnen Themen zu beschreiben, zu verstehen und auszuwerten. Zudem wollen die Forscher herausfinden, wie nützlich Web-2.0-Anwendungen im Meinungsbildungsprozess sind. Dazu planen sie Fallstudien mit den Projektpartnern Google, Telefónica und Wikipedia.

Im Fall von Google ist das Ziel, eine „bewusste Vielfalt“ in der News-Zusammenstellung zu erreichen. Nachrichten sollen automatisch ergänzt werden mit Informationen aus Quellen wie Blogs, Twitter-Konten und Wikis.

Das KIT übernimmt die Koordination des Projekts, das zunächst auf drei Jahre angelegt ist. Es ist zudem für die Entwicklung einer Open-Source-Software zuständig, die Web-2.0-Anwendungen erweitern soll. Zu dem Budget von 4,4 Millionen Euro steuert die EU 2,9 Millionen Euro bei.

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