Britischer Hacker zu 18 Monaten Haft verurteilt

Matthew Anderson war Mitglied der Hackergruppe "m00p". Er soll mit Viren verseuchte E-Mails an Firmen verschickt haben. Nach Angaben der britischen Polizei stahl der 33-Jährige Finanzdaten, Lebensläufe, Testamente und Fotos.

Spionage

Ein Gericht im Londoner Stadtbezirk Southwark hat den schottischen Hacker Matthew Anderson zu einer 18-monatigen Haftstrafe verurteilt. Als Mitglied einer international agierenden Gruppe namens „m00p“ soll der 33-Jährige Malware an hunderte britische Unternehmen verteilt und damit gegen das britische Gesetz Computer Misuse Act verstoßen haben.

„Das Netzwerk organisierter Krimineller hat eine große Zahl von Computern weltweit infiziert“, heißt es in einer Erklärung der Metropolitan Police. Betroffen seien vor allem Firmen und Einzelpersonen in Großbritannien. Anderson habe Computernutzer methodisch ausgenutzt, deren Privatsphäre verletzt und daraus finanzielle Vorteile für sich gezogen. Für ihre Verbrechen habe die Gruppe ausgeklügelten Code verwendet.

Andersons Aufgabe sei es gewesen, Spam-E-Mails zu verfassen, mit einem Virus zu versehen und zu verteilen, so die Polizeibehörde. Er soll Computer infiziert haben, um Finanzdaten oder auch Lebensläufe, Testamente und private Fotos zu stehlen. Er habe zudem seine Opfer ohne deren Wissen per Webcam ausspioniert.

Die Metropolitan Police hatte ihre Ermittlungen 2006 eingeleitet. Sie wurde dabei von Ermittlungsbehörden in Finnland unterstützt. Im Juni desselben Jahres wurden drei Personen in der englischen Grafschaft Suffolk, in Schottland und Finnland festgenommen, darunter Anderson.

Themenseiten: Big Data, Datendiebstahl, Gerichtsurteil, Hacker

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