Deutsche Supercomputer zählen zu den sparsamsten der Welt

HPC-Systeme aus Jülich, Regensburg, Wuppertal und Frankfurt belegen in der neuen Green500-Liste die Plätze fünf bis acht. Rang eins geht an Blue Gene/Q von IBM Research mit 1684 Megaflops pro Watt. Auch vier GPU-basierte Systeme finden sich in den Top Ten.

Tianhe 1A (Bild: Nvidia)
Tianhe 1A (Bild: Nvidia)

IBM belegt in der neuen von Green500.org herausgegebenen Rangliste der energieeffizientesten Supercomputer der Welt erneut den ersten Platz. Im Gegensatz zur kürzlich aktualisierten Top500-Liste ist das entscheidende Kriterium hier nicht die Rechenleistung, sondern wie viele Gleitkommaoperationen pro Sekunde (Flops) ein System pro Watt ausführen kann.

Der Sieger Blue Gene/Q von IBM Research bringt es auf 1684 Megaflops je Watt und ist damit etwa 77 Prozent sparsamer als der Zweitplatzierte Tsubame 2.0 (948 Megaflops/Watt), der im GSIC Center des Tokyo Institute of Technology steht. Dahinter folgen HPC-Systeme des National Center for Supercomputing Applications der University of Illinois at Urbana-Champaign mit 933 Megaflops pro Watt und des RIKEN Advanced Institute for Computational Science mit 828 Megaflops pro Watt.

Die drei bestplatzierten Systeme der Juli-Liste finden sich im November nur noch auf Rang fünf bis sieben wieder. Die QPACE-Cluster, die von PowerXCell-8i-Prozessoren von IBM angetrieben werden, erreichen jeweils 773 Megaflops pro Watt. Alle drei stehen in Deutschland: am Forschungszentrum Jülich, an der Universität Regensburg und an der Universität Wuppertal. Mit 741 Megapflops pro Watt schafft es ein Rechner der Universität Frankfurt auf Platz acht ebenfalls in die Top Ten der sparsamsten Supercomputer.

Diese wird von Systemen des Georgia Institute of Technology auf Rang neun (677 Megaflops/Watt) und des National Supercomputing Center in Tianjin (635 Megaflops/Watt) komplettiert. Letzteres trägt den Namen Tianhe-1A und gilt mit einer Rechenleistung von 2,507 Petaflops im Linpack-Benchmark zugleich als derzeit schnellster Supercomputer der Welt.

Auffällig an der aktuellen Green500-Liste ist, dass vier der zehn sparsamsten HPC-Systeme auf Grafikprozessoren basieren, etwa Nvidias Tesla-GPUs. „Dass sich GPU-basierte Supercomputer vermehrt auf der Green500-Liste finden, zeigt, dass heterogene Systemlösungen mit GPUs und CPUs gleichermaßen eine hohe Performance und Effizienz bieten“, kommentiert Wu-chun Feng, Gründer von Green500.org, das Ergebnis.

Top Ten der Green500-Liste von November

Platzierung Standort Linpack-Performance in Teraflops Megaflops pro Watt
1 IBM Research 653 1684
2 GSIC Center, Tokyo Tech 1192 948
3 NCSA 336 933
4 RIKEN AICS 58 828
5 Forschungszentrum Jülich 45 773
6 Universität Regensburg 45 773
7 Universität Wuppertal 45 773
8 Universität Frankfurt 94 741
9 Georgia Institute of Technology 64 677
10 NSC Tianjin 2507 635

Themenseiten: Business, Green-IT, IBM, Supercomputing

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