Nvidia-CEO: Android-Tablet-Flut bedroht Notebooks

Erst Modelle mit Tegra 2 und Android 3.0 werden Jen-Hsun Huang zufolge mit dem iPad konkurrieren können. Durch drahtlose Tastaturen und Mäuse könnten sie auch Notebooks und Einsteiger-PCs ersetzen. "Das ist keine Modeerscheinung."

Jen-Hsun Huang (Bild: Nvidia)
Jen-Hsun Huang (Bild: Nvidia)

Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang sieht eine große Zahl von Android-Tablets vor dem Start. Seiner Einschätzung nach sind sie eine reale Konkurrenz für traditionelle Notebooks. Um aber mit Apples iPad zu konkurrieren, müssten sie „wirklich hervorragend“ sein.

Im an die Vorstellung der Quartalszahlen anschließenden Gespräch mit ZDNet sagte Huang, Nvidias Tegra-Prozessor werde in einer Reihe von Android-Tablets eingesetzt werden. Sie hätten sich „etliche Monate“ verspätet, da die Hersteller zusammen mit Nvidia und Google Feinabstimmung betrieben hätten, um optimale Qualität zu gewährleisten und wirklich mit dem iPad konkurrieren zu können. „Man kann nicht einfach noch so ein Produkt auf den Markt werfen. Sehen Sie sich das Samsung Galaxy Tab an. Es ist ein Tablet mit einem Smartphone-Betriebssystem und großem Bildschirm. Ein Tablet ist kein großes Telefon.“

Huang verweist offensichtlich auf die künftige Version Android 3.0, die auch Google für Tablets empfohlen hat. Das aktuelle Froyo ist auch nach Meinung von Google wenig tablettauglich – ein Hinweis, den Apple-CEO Steve Jobs in einer Schmährede gegen die erste Android-Tablet-Generation aufgegriffen hat.

Der Nvidia-CEO sagte, er sei zur Geheimhaltung verpflichtet. Er könne nur verraten, dass Tablets mit Nvidias Tegra-2-Prozessor leistungsstärker seien als die aktuelle Generation, weit besseres Multitasking ermöglichten und bessere Grafik lieferten. Das Ergebnis übertreffe das iPad. „Es wird allerlei interessante Designs geben. Wenn man ein System on a Chip hat, das so wenig Leistung benötigt, wächst die Designfreiheit. Öffnen Sie Ihr Notebook. Da drinnen stecken Lüftungselemente und Ventilatoren und jede Menge Kupfer. Das werden Sie künftig alles los sein.“

Huang prognostiziert, dass die Tablet-Welle Auswirkungen auf den Notebook– und Netbook-Markt haben wird. „Es besteht ja die Möglichkeit, Tastatur und Maus drahtlos anzuschließen. Das lässt den Unterschied zwischen Tablet und Netbook dann fast verschwinden. Tablets werden den Markt für Notebooks und Einsteiger-PCs durcheinanderwirbeln.“

In der öffentlichen Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen sagte Huang außerdem, das Tablet- und Smartphone-Geschäft von Nvidia werde abheben. „Das ist keine Modeerscheinung. Jeder baut Tablets, weil das so wichtig ist. Autofirmen arbeiten an Tablets, Heimelektronik-Hersteller arbeiten an Tablets. Computerhersteller arbeiten an Tablets und Telekom-Firmen arbeiten an Tablets. Auch Medizinfirmen arbeiten an Tablets. Ich kann mich nicht an einen Zeitpunkt in der Geschichte der Computerbranche erinnern, zu dem die ganze Branche an einem einzigen Gerätetyp arbeitete.“

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Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Nvidia-CEO: Android-Tablet-Flut bedroht Notebooks

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  • Am 13. November 2010 um 11:39 von Apollo

    Na ja….
    Hmm, schon komisch, einerseits müssen die kommenden Geräte dem iPad ebenwürdig sein, andererseits soll ein Tablet kein großes Telefon mit Smartphone OS sein…

    Was bitte schön ist dann das iPad? Das ist doch schließlich ein großes Plattes iPhone mit iOS..nur das es nicht mal telefonieren kann!

    Da widerspricht sich der gute CEO von NVidia doch!

    Aber das zukünftig Tablets eine echte Konkurenz zu Notebooks werden können, will ich gerne glauben.

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