Christian Oecking als Chef bei SIS bestätigt

Der 48-jährige leitet den IT-Dienstleister kommissarisch seit Dezember 2009. Unter seiner Führung wurden 4200 Stellen abgebaut, und SIS kam als eigenständig operierende Gesellschaft auf den Markt.

Christian Oecking, Vorsitzender der Geschäftsführung der Siemens IT Solutions and Services GmbH (Bild: SIS).
Christian Oecking, Vorsitzender der Geschäftsführung der Siemens IT Solutions and Services GmbH (Bild: SIS).

Christian Oecking ist ab sofort Vorsitzender der Geschäftsführung der Siemens IT Solutions and Services GmbH (SIS). Das hat das Unternehmen heute mitgeteilt. Der 48-jährige hatte die Leitung des IT-Dienstleisters im Dezember 2009 kommissarisch übernommen. Martin Bentler, Rainer Koppitz und Thomas Zimmermann gehören weiterhin zur Geschäftsführung des IT-Dienstleisters. Deutschlandchef bleibt der im April dazu bestellte Robert Gögele.

Offenbar ist das Unternehmen mit den von Oecking maßgeblich mitgestalteten „Maßnahmen zur Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität“ zufrieden: Die notwendige Restrukturierung sei erfolgreich abgeschlossen und SIS wie angekündigt zum neuen Geschäftsjahr als eigenständig operierende Gesellschaft an den Start gegangen. Die beiden neu formierten Geschäftseinheiten IT-Outsourcing und IT-Lösungsgeschäft würden durch einen nach Branchen und Regionen aufgestellten weltweiten Vertrieb unterstützt.

Christian Oecking trat dem Siemens-Konzern 1998 als Leiter Outsourcing Deutschland des damaligen Geschäftsbereiches Siemens Business Services bei. Seit 2001 verantwortete er zunächst für Siemens Business Services und anschließend für die Nachfolgeorganisation SIS das globale Outsourcing-Geschäft. Der studierte Maschinenbauer begann seine berufliche Laufbahn 1985 als Unternehmensberater und Softwareentwickler bei der Drigus GmbH und wechselte 1993 zu EDS Electronic Data Systems Deutschland.

Im August hatten die SIS-Arbeitnehmervertreter nach erheblichem Widerstand die Eckpunkte für die Ausgliederung des Siemens-IT-Dienstleisters akzeptiert und einen Interessensausgleich mit dem Arbeitgeber geschlossen. Demzufolge fallen 4200 der 35.000 Arbeitsplätze weg, davon 2000 in Deutschland.

Medienberichten zufolge hat der Konzern langjährigen Mitarbeitern, die bis Ende September freiwillig ausschieden, eine Abfindung von bis zu 300.000 Euro bezahlt. Wer dem Wechsel in eine Transfergesellschaft zustimmte, sollte maximal 210.000 Euro erhalten. Der Konzern hat für SIS Investitionen bis 2012 in Höhe von rund 500 Millionen Euro vorgesehen. Für Deutschland sind davon gut 50 Millionen Euro eingeplant. Den Umbau des Bereichs hält Siemens wegen der fallenden Umsätze für notwendig: Im Geschäftsjahr 2008/09 lag der Erlös noch 4,7 Milliarden, 2009/10 dagegen nur noch bei 4,1 Milliarden Euro.

Themenseiten: Business, IT-Jobs, Outsourcing, Siemens

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