Digg entlässt weitere 37 Prozent seiner Mitarbeiter

In absoluten Zahlen fallen 25 der insgesamt 67 Arbeitsplätze weg. Das Unternehmen reagiert damit auf die angespannte finanzielle Lage. Die Entlassungen sollen dabei helfen, im kommenden Jahr schwarze Zahlen zu schreiben.

Logo von Digg

Digg-CEO Matt Williams hat in einer E-Mail an seine Mitarbeiter den Abbau von 25 der insgesamt 67 Arbeitsplätze des Unternehmens angekündigt. Das entspricht einem Anteil von 37 Prozent. Grund dafür ist die angespannte finanzielle Lage der Social-Bookmarking-Site.

„Wir müssen unsere Kosten deutlich senken, um 2011 Profitabilität zu erreichen“, schreibt Williams. Zuvor seien alle möglichen Optionen in Betracht gezogen worden, von Senkungen der Fixkosten bis hin zu Gehaltskürzungen.

Darüber hinaus hat Chief Revenue Officer Chas Edwards das Unternehmen verlassen. Sein neuer Arbeitgeber ist das Start-up Pixazza. Wie All Things Digital berichtet, wird Edwards Digg aber weiterhin als Berater zur Seite stehen.

Im April hatte der damalige CEO Jay Adelson seinen Rücktritt erklärt. Gründer Kevin Rose, der übergangsweise das Unternehmen leitete, musste kurz darauf zehn Prozent der Belegschaft entlassen. Vor weniger als zwei Monaten schließlich übernahm der ehemalige Amazon-Manager Matt Williams den Chefposten von Kevin Rose.

Digg stellt zudem gerade auf eine umstrittene neue Version seiner Site um. Ziel ist es, den Dienst für den Mainstream-Markt zu öffnen. Allerdings verlief der Übergang nicht reibungslos. „Wenn man Änderungen einführt, ist das nie leicht; etwas so radikal Neues wie Digg 4 musste starke Reaktion hervorrufen“, schrieb Rose vor zwei Monaten in einem Blogeintrag.

„Das Team setzt das Feedback unserer Community schnell um“, so Williams weiter in der E-Mail an seine Mitarbeiter. Allein in den vergangenen zwei Monaten seien mehr als 100 Fehler behoben und Änderungen in die Website eingearbeitet worden. Auch die Anzeigen auf Digg erfreuten sich zunehmender Beliebtheit bei Werbetreibenden und Nutzern.

All das scheint sich zumindest kurzfristig nicht positiv auf die Umsatzerwartungen des Unternehmens auszuwirken. Zudem ist die Site, die Social Trends mit Hilfe ihrer Nutzer ortet, nicht mehr so einzigartig wie früher, seit mit Facebooks „Like“-Button jede Information bewertet und statistisch erfasst wird. Die Gerüchteküche um Digg-Übernahmen für mehrere hundert Millionen Dollar ist jedenfalls verstummt.

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