Nintendo fürchtet Apple mehr als Microsoft

Aber auch die Konkurrenz durch iOS-Geräte sieht President Reggie Fils-Aime nur kurzfristig gegeben. iPhone-Games hält er für nicht mehr als kurzfristige Zerstreuung. Dagegen ziehen Nintendo-Spiele den Nutzer ganz in ihren Bann.

Nintendos President Reggie Fils-Aime (Bild: News.com)
Nintendos President Reggie Fils-Aime (Bild: News.com)

Nintendos für Amerika verantwortlicher Präsident fürchtet die Konkurrenz von Apple mehr als die von Microsoft. Kurzfristig könne Apple dem Absatz schaden, hat Reggie Fils-Aime im Interview mit Forbes gesagt.

Langfristig geht Fils-Aime davon aus, dass Nintendo Apple schlagen kann. Die Zielgruppe von Apple bezeichnet er als „casual“. Sie sei auf der Suche nach „Ablenkung“, während Nintendo eine rundere Spielerfahrung bieten könne, die das Publikum ganz in ihren Bann ziehe.

Die Zahlen sprechen aktuell eher für Apple, das im letzten Quartal 14,1 Millionen iPhones verkauft hat, während Nintendo beispielsweise im August laut NPD Group 342.000 Exemplare der mobilen Spielkonsole DS absetzen konnte. Und immer mehr iPhone-Kunden nutzen das Gerät für Spiele.

Flurry Analytics zufolge ist der Marktanteil von Nintendo im Bereich mobiler Spiele von 75 Prozent im Jahr 2008 auf 70 Prozent 2009 gesunken. Apples iOS konnte sich gleichzeitig von 5 auf 19 Prozent verbessern.

Aber auch Nintendos Einschätzung, Microsoft sei eine geringere Gefahr, könnte sich als Irrtum herausstellen. In den Septemberzahlen der NPD Group stand für Microsofts Konsole Xbox 360 ein Plus von 34 Prozent im Jahresvergleich zu Buche. Der September war auch der umsatzstärkste Monat für Microsoft. Die Verkäufe von Nintendos Wii und der dazugehörigen Spiele gehen dagegen gleichzeitig zurück. Vergangenen Monat hatte Nintendo seine Verkaufserwartungen für das laufende Finanzjahr (bis März 2011) zurückgestuft – von 30 auf 23,5 Millionen (Wii) und von 18 auf 17,5 Millionen (DS).

Themenseiten: Apple, Business, Handy, Konsole, Microsoft, Mobil, Mobile, Nintendo

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