Mehr Platz auf der Festplatte: Packprogramme im Überblick

Bei der Wahl eines Kompressionstools sollte man genau hinsehen: Nicht jedes Programm eignet sich für alle Anforderungen, und Features wie hardwarebeschleunigte Verschlüsselung können einen deutlichen Mehrwert bieten.

Wenn man mehrere Dateien in einer Archivdatei zusammenfassen und komprimieren möchte, steht man oft vor der Frage, das richtige Format und das optimale Tool auszuwählen. Dass es zahlreiche Archivformate gibt liegt vor allem daran, dass nicht jedes für jeden Zweck geeignet ist. Viele können Dateisystemattribute wie Zugriffsberechtigungen der unterschiedlichen Betriebssysteme nicht speichern, so dass sie für Backup und Restore ungeeignet sind. Hinzu kommen Archive, die mehr bieten als reine Datenspeicherung, etwa Installerpakete wie MSI für Windows, RPM für Linux und XPI für Firefox-Add-ons.

Wahre Multitalente unter den Packprogrammen beherrschen alle diese Formate und kommen darüber hinaus mit Diskimages für optische Medien wie ISO- und NRG-Dateien zurecht. Festplattenimages wie Apples DMG-Format oder virtuelle Festplattenformate wie VHD und VMDK sind für moderne Packer auch kein Problem mehr. Einige Archivprogramme holen sogar eingebettete Dateien aus Flash-Animationen (SWF) oder Flash-Videos (FLV) heraus.

Andere Tools lassen sich gut auf leistungsschwächeren und mit wenig Hauptspeicher ausgestatteten Netbooks einsetzen. Sie beschränken sich auf ein schnörkelloses User-Interface ohne viel Effekte, beherrschen trotzdem viele Formate und bieten sogar für Atom-CPUs optimierte Algorithmen. Performancewunder darf man aber von einer Atom-CPU trotzdem nicht erwarten.

Wer viel mit verschlüsselten Archiven arbeitet, sollte darauf achten, dass sein Packprogramm eine eventuell vorhandene Hardwareunterstützung der CPU nutzt. Die meisten Intel-Prozessoren in 32-Nanometer-Technologie können die AES-Verschlüsselung mit dem AES-NI-Befehlssatz etwa um den Faktor 15 beschleunigen.

ZDNet hat vier Programme herausgesucht, die wesentlich mehr leisten als die integrierte Archivunterstützung im Windows-Dateiexplorer.

WinZip zählt zu den Klassikern und ist eines der meistgenutzten Komprimierungsprogramme für Windows. Es lässt sich einfach bedienen und der Anwender hat schnellen Zugriff auf alle Funktionen. Man kann zwischen der klassischen Ansicht und einem komfortablen Assistenten wählen, der leicht verständlich auch Ungeübte durch alle Arbeitsschritte führt.

Das vollständig quelloffenes Archivprogramm PeaZip kommt mit insgesamt 123 Formaten zurecht. Es ist in der Lage, Dateien in den Formaten 7-Zip, ARC, BZ2, GZ, PAQ/ZPAQ, PEA, QUAD/BALZ, TAR, UPX und ZIP zu erzeugen. Zu den Archivdateien, die PeaZip lesen kann, zählen ISO, RAR, ARJ, CAB, DMG, RPM, DEB, SLP, MSI, SWF und FLV.

nPack ist ein Programm, das EXE- und DLL-Dateien komprimieren kann. Obwohl die Dateien nach der Bearbeitung mit nPack um bis zu 70 Prozent kleiner werden, können sie nach wie vor ohne Einschränkungen genutzt werden. Allerdings ist zu beachten, dass sich signierte Dateien nicht bearbeiten lassen, etwa die Windows-Systemdateien. Nach jeder Veränderung einer Datei wird ihre Signatur ungültig.

Durch eine eigens entwickelte Routine namens 7z, die auf LZMA aufbaut, erreicht 7-Zip höhere Kompressionsraten als WinZip oder WinRar. Es packt und entpackt darüber hinaus die Formate ZIP, GZIP, BZ2 und TAR. Ferner kann es zahlreiche Archive auspacken. Dazu gehören ARJ, CAB, CHM, CPIO, DEB, DMG, HFS, ISO, LZH, LZMA, MSI, NSIS, RAR, RPM, UDF, WIM, XAR und Z. Falls das Programm eine Intel-Atom-CPU entdeckt, verwendet es eigens für diesen Prozessor optimierte Algorithmen.

Themenseiten: Business-Software, Download-Special, Software, Windows

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