So verwandelt man seinen Mac in ein Sicherheits-Überwachungszentrum

Für die Videoüberwachung werden meist Kameras mit Windows-Software angeboten. Nutzer anderer Systeme bleiben außen vor. ZDNet zeigt, wie mit SecuritySpy von Ben Bird auch der Mac zur Security-Schaltzentrale wird.

Wer ein Videoüberwachungssystem installieren will, denkt zunächst an die herkömmliche Spezialausrüstung mit Kamera und Ausgabe-Monitor. Seit einiger Zeit gibt es auch Kameras mit Windows-Software für Überwachungsaufgaben, doch diese Kameras sind nicht unbedingt Mac- oder Linux-kompatibel.

Das ändert sich mit der Software SecuritySpy von Ben Bird. SecuritySpy ist ein Softwarepaket für den Mac, das mit einer Vielzahl unterschiedlichster Videokamera-Typen funktioniert, die selbst vom Hersteller oft als rein Windows-kompatibel bezeichnet werden. SecuritySpy läuft beispielsweise mit Airlink101, Axis, Canon, Cisco/Linksys, D-Link, Hawking, Panasonic, Sanyo, Sony und vielen anderen Marken. Es unterstützt Netzwerkkameras und Netzwerkvideoserver und ebenso USB- und Firewire-Kameras. Somit kann SecuritySpy mit iSight auf dem Computer oder vielen anderen Kameras, die sich an das Netzwerk anschließen lassen, verwendet werden.

Wenn man schon immer ein System installieren wollte, um Garten und Vorderseite seines Hauses überwachen zu können, dann bietet sich SecuritySpy in Verbindung mit WiFi-fähigen Netzwerkkameras an, etwa von AirLink101. Sie kosten unter 100 Euro, verfügen über keine besonderen Funktionen, sind jedoch günstig genug, um einen Test zu erlauben.

SecuritySpy funktioniert problemlos mit den Kameras. Eine Kamera wird an der Vorderseite und eine an der Rückseite des Hauses installiert und die Ausgabe beider Kameras kann gleichzeitig in Echtzeit betrachtet werden. Die Einrichtung ist einfach: Jede Kamera wird unabhängig konfiguriert und in SecuritySpy über die Menüleistenoption Settings, Video Device Setup eingerichtet. Dort fügt man ein neues Gerät hinzu und gibt die IP-Adresse der Kamera und die Anmeldedaten ein. Innerhalb von Augenblicken ist das Bild der Kamera zu sehen.

SecuritySpy kann für viele Funktionen konfiguriert werden. Es können bewegungsabhängig Ereignisse ausgelöst werden: hörbare Alarmtöne, Speichern des Videos auf Platte und Aufnehmen von Fotos und Senden dieser Fotos an eine E-Mail-Adresse oder eine Remote-FTP-Site (oder eine Kombination dieser Möglichkeiten). Die Kameras lassen sich auch in den Daueraufzeichnungsmodus versetzen, in dem in definierten Abständen Quicktime-Videos aufgezeichnet werden. SecuritySpy unterstützt auch besser ausgestattete Kameras, die über Funktionen wie Neigen, Schwenken und Zoomen verfügen, so dass eine vollständige Kontrolle über die Videokamera möglich ist.

Mit SecuritySpy ist man nicht an ein bestimmtes System gebunden. Dank dem integrierten Webserver ist der Zugriff über einen beliebigen Browser mit Java-Unterstützung möglich. So lassen sich auch eine Videoüberwachung in Echtzeit mit einem anderen System von einem beliebigen Computer aus durchführen oder Aufzeichnungen von einem anderen System ansehen.

Der schwierigste Teil bei diesem Test ist die Einrichtung der Kameras: Wie bei den meisten anderen Kameras wird Windows vorausgesetzt und daher wird auch die Installationssoftware für das Microsoft-OS mitgeliefert. Das Problem lässt sich aber mit VMware und Parallels oder auch über eine webbasierte Einrichtung der Kamera selbst umgehen. Die Konfiguration von SecuritySpy gestaltet sich äußerst einfach.

Der Hersteller bietet außerdem einen kostenlosen Screensaver an, der eine Verbindung mit dem SecuritySpy-Server herstellt und Echtzeit-Videobilder vom Server für den Screensaver verwendet. Darüber hinaus soll sich ein SecuritySpy-Client für das iPhone in der Entwicklung befinden.

Der Preis für SecuritySpy hängt von der Anzahl der Kameras ab, die daran angeschlossen werden sollen. Für eine einzige Kamera beträgt der Preis rund 36 Euro. Vier Kameras kosten rund 89 Euro, das Paket für acht Kameras kostet 177 Euro, für 16 Kameras 355 Euro und für eine unbegrenzte Zahl von Kameras liegen die Kosten bei rund 589 Euro.

Wer ein – wenn auch nur einfaches – Überwachungssystem installieren will, sollte sich SecuritySpy auf jeden Fall ansehen. Statt an bestimmte Marken bei Ausrüstung und Software gebunden zu sein, funktioniert SecuritySpy mit einer Reihe verschiedener Kameras, so dass man sein System nach eigenen Bedürfnissen zusammenstellen kann. SecuritySpy ist außerdem sehr benutzerfreundlich und preislich attraktiv.

Themenseiten: Ben Bird, Mac, Software, macOS

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