Apple sichert sich Patent auf Jugendschutzfilter für SMS

Verbotene Inhalte lassen sich beim Senden oder Empfangen entfernen. Der Filter basiert auf einer separaten Jugendschutzanwendung. Er berücksichtigt unter anderem das Alter eines Nutzers oder eine vordefinierte Wortliste.

Das US-Patentamt hat Apple das Patent mit der Nummer 7.814.163 zugesprochen. Es beschreibt „Systeme, Geräte und Methoden“, mit denen ein Nutzer festlegen kann, welche Inhalte Textnachrichten haben dürfen, die mit einem bestimmten Gerät gesendet oder empfangen werden.

Der Beschreibung zufolge lassen sich Nachrichten entweder vollständig blockieren oder die „verbotenen Inhalte“ werden „vor der Übermittlung oder beim Empfang aus der Nachricht entfernt.“ Um Inhalte filtern zu können, bedient sich Apple bestimmter Kriterien, die mit einer separaten Jugendschutzanwendung festgelegt werden können.

Die Bewertung von erlaubten oder unerlaubten Worten und Inhalten soll anhand des Alters des Nutzers, einer vordefinierten Wortliste oder eines objektiven Bewertungssystems erfolgen. Sobald eine Nachricht unangemessene Texte enthält, wird die Anwendung „den Nutzer, den Administrator oder eine andere festgelegte Person benachrichtigen.“ Damit könnten sich Eltern darüber informieren lassen, wenn ihre Kinder beispielsweise SMS mit jugendgefährdenden Inhalten senden oder empfangen.

Dem im Januar 2008 eingereichten Patentantrag zufolge kann die Anwendung auch als Lernhilfe verwendet werden. Sie soll Kinder bei Grammatik, Rechtschreibung und dem Lernen einer Fremdsprache unterstützen.

Die Verbreitung anzüglicher Textnachrichten nimmt scheinbar zu: Einer Untersuchung von Pew Research zufolge empfingen 30 Prozent der 17-Jährigen im vergangenen Jahr Bilder mit sexuellen Darstellungen. Das sogenannte „Sexting“ ist nicht nur ein rechtliches Problem, es beunruhigt auch Eltern, die nicht wollen, dass sich ihre Kinder an solchen Praktiken beteiligen. Auch wenn sich Apples Patent nur auf Texte bezieht, könnte ein darauf aufbauender Dienst Eltern die Möglichkeit geben, ihre Kinder vor einer für sie ungeeigneten Kommunikation zu schützen.

Apples Jugendschutzfilter arbeitet unter anderem mit einer vordefinierten Wortliste (Bild: USPTO/Apple).
Apples Jugendschutzfilter arbeitet unter anderem mit einer vordefinierten Wortliste (Bild: USPTO/Apple).

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3 Kommentare zu Apple sichert sich Patent auf Jugendschutzfilter für SMS

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  • Am 14. Oktober 2010 um 10:31 von Ich

    Was geht den iGuru an was ich schreibe?
    der iVerein macht sich noch mehr lächerlich als er so schon ist. die jünger werden ihrem guru natürlich folgen.

    aber was geht es dem hersteller an was der kunde in seinen nachrichten schreibt bzw empfängt?
    um es hart und verbaul auszudrücken: einen scheißdreck.

    ich mag diesen iSchrott nicht und der wird immer lächerlicher.

    • Am 17. Oktober 2010 um 18:26 von besserwisser

      AW: Was geht den iGuru an was ich schreibe?
      Häh? Hast Du den Text der News überhaupt gelesen?

      Es geht darum, dass Eltern die Handys ihrer Kinder mit einem Filter belegen können, nicht darum, dass Apple die SMSe zensiert. Vor allem: die SMSe kommen ja gar nicht zu Apple, sondern werden am Gerät gefiltert.

      • Am 19. Oktober 2010 um 22:30 von Apollo

        AW: AW: Was geht den iGuru an was ich schreibe?
        @ ich
        Yepp, voll deiner Meinung.

        @besserwisser

        Du glaubst bestimmt auch an den Weihnachtsmann, das Onlinedurchsuchungen nur zum Schutz von dir sind usw.

        Einen solchen Vorgang patentieren zu lassen, bedeutet, dass man die absolute Macht darüber haben will, wie eine Zensur zu funktionieren hat. Und wenn du das richtig gelesen hättest, wäre dir aufgefallen das Eltern nur die Möglichkeit hätten Wörter dazuzunehmen, nicht aber die SMS Zensur generell zu beeinflussen. Zudem ist dieser "Kinderschutz" nur EIN Anwendungsbeispiel. Lies mal die Patentschrift!

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