Google investiert in Stromkabel für Offshore-Windpark

Das Projekt "Atlantic Wind Connection" kostet rund fünf Milliarden Dollar. Das Unterwasserkabel wird einmal 6000 Megawatt Strom für 1,9 Millionen Haushalte an der US-Ostküste liefern. Eine erste Verbindung soll schon 2016 stehen.

Backbone der Atlantic Wind Connection, die Google, Good Energies und Marubeni Corporation finanzieren
(Bild: Google).
Backbone der Atlantic Wind Connection, die Google, Good Energies und Marubeni Corporation finanzieren
(Bild: Google).

Google investiert in ein Windkraft-Projekt mit dem Namen „Atlantic Wind Connection“. Laut einem Blogbeitrag steckt der Suchmaschinenanbieter dabei Geld in ein über 560 Kilometer langes Unterwasser-Stromkabel, das Windkrafträder im Atlantik mit Haushalten an der Ostküste der USA verbinden soll.

Das Kabel ist laut Google als „eine Autobahn für saubere Energie“ geplant. Die geplanten Offshore-Windanlagen, die nicht zu dem von Google unterstützen Projekt gehören, sollen 16 bis 24 Kilometer von der Küste entfernt im Meer stehen. So sind sie von der Küste aus unsichtbar und haben immer ausreichend Wind. Laut einem Bericht der New York Times soll die Anbindung dieser Anlagen an das US-Stromnetz rund fünf Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) kosten.

„Durch die Schaffung einer soliden und sicheren Verbindung beseitigt das Projekt ein großes Hindernis für den Ausbau der Offshore-Windanlagen. Dieser Industriezweig hat Potenzial. Trotzdem wurde erst in der vergangenen Woche der erste staatliche Pachtvertrag abgeschlossen und es sind derzeit noch keine Projekte in den Vereinigten Staaten im Einsatz“, heißt es im Blog.

Die Stromleitung wird eine Kapazität für 6000 Megawatt Stromleistung haben, was genug für 1,9 Millionen Haushalte ist, schreibt Google weiter. Das Projekt wird von der unabhängigen Firma Trans-Elect durchgeführt. Geldgeber sind neben Google die auf erneuerbare Energien spezialisierte Investmentfirma Good Energies und das japanische Energieunternehmen Marubeni.

Trans-Elect will mit dem Bau der Leitung 2013 beginnen. Die erste Stromverbindung soll 2016 stehen. Die Fertigstellung des Projekts ist frühestens 2021 möglich.

Google engagiert sich in mehreren Energieprojekten, unter anderem in Erdwärme. Die Tochter Google Energy kauft „sauberen“ Strom direkt aus einem Windpark in Iowa. Außerdem engagiert sich das Unternehmen für intelligente Stromnetze (Smart Grids) und bietet Verbrauchern mit PowerMeter eine Möglichkeit, online ihren Strom-, Wasser- und Gasverbrauch zu überwachen.

Themenseiten: Business, Forschung, Google, Google, Green-IT, Mobile, Politik, Smart Grid

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