IFS-Studie konstatiert fehlendes Vertrauen in die Projektabwicklung

Führungskräfte sehen Ressourcenplanung, integrierte Lösungen und Verfügbarkeit von Echtzeitdaten als wichtigste Faktoren an. Dennoch setzt nur ein Viertel solche Systeme ein. Elf Prozent bescheinigen sich eine effiziente Verwaltung geschäftskritischer Projekte.

Fast drei Viertel der CEOs, COOs und Projektmanager betrachten die Verwaltung von Projekten als bedeutend für das Wachstum ihres Unternehmens. Allerdings gehen nur elf Prozent davon aus, dass sie geschäftskritische Projekte tatsächlich effizient verwalten können, so das Ergebnis einer Untersuchung des internationalen ERP-Anbieters IFS.

In der von der International Project Management Association (IPMA) und IFS durchgeführten Studie wurden insgesamt 273 CEOs, COOs und Projektmanager bei projektorientierten Unternehmen in Großbritannien, den USA, Australien, Skandinavien und den Benelux-Ländern befragt. Darunter waren 49 Prozent CEOs und COOs und 51 Prozent Projektmanager.

Die Führungskräfte und Projektmanager waren sich weitgehend einig, dass die wichtigsten Faktoren für ein konsistentes und effizientes Projektmanagement die Ressourcenplanung (55 Prozent), integrierte Unternehmenslösungen (52 Prozent) und die Verfügbarkeit von Echtzeitdaten (47 Prozent) sind. Diese Ergebnisse spiegeln die Prioritäten der Investitionen in IT und in projektbasierte Lösungen wider: 49 Prozent der Befragten sehen in der Integration der IT die oberste Priorität, danach kommen Echtzeitdaten mit 40 Prozent, gefolgt von Ressourcenplanung mit 37 Prozent.

Obwohl voll integrierte IT-Systeme für das Projektmanagement bei Investitionen Priorität haben und als entscheidend für den Unternehmenserfolg genannt werden, setzt nur ein Viertel der Unternehmen solche Systeme tatsächlich ein. Mit dieser Erkenntnis definiert IFS als Anbieter von Business Agility allerdings nur seinen eigenen Markt. Dass die befragten projektorientierten Firmen Wert auf Projektverwaltung legen, ist ebenso wenig überraschend wie die zurückhaltende Umsetzung der gesteckten Ziele und die vorsichtige Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, die größtenteils aus knappen Budgets resultieren dürften.

IFS‘ Umfragepartner IPMA kommt jedoch zu einem anderen Schluss: „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Unternehmen das Projektmanagement zwar als einen geschäftskritischen Bereich ansehen, aber dennoch kein Vertrauen in ihre Fähigkeit haben, Projekte auch effizient durchzuführen. Es bestehen insbesondere Bedenken im Hinblick auf den Zugang zu wichtigen Informationen, die benötigt werden, um Projekte effizient und termingerecht auszuführen“, erklärt Professor Brane Semolic, Leiter von IPMA Research. „Die Ergebnisse dieser Umfrage stehen in Einklang mit den Hinweisen, die wir von unseren fünfzig Project Management Associations rund um die Welt erhalten, und zeigen deutlich, dass ein effektives Projektmanagement einen unverzichtbaren Beitrag zur Erfüllung von Kundenaufträgen, für Kostenkontrolle und künftiges Wachstum leistet.“

Themenseiten: Business, ERP, IFS, Software

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu IFS-Studie konstatiert fehlendes Vertrauen in die Projektabwicklung

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *