Geforce GT 430: Nvidia rundet DirectX-11-Portfolio nach unten ab

Der Grafikprozessor GF108 basiert wie die teureren Varianten auf der Fermi-Architektur. Deutliche Unterschiede gibt es bei Shaderzahl, Speicherdurchsatz und Leistungsaufnahme. Grafikkarten mit dem neuen Chip kosten rund 80 Euro.

Nvidia hat seine Palette an DirectX-11-Grafikprozessoren um ein Einstiegsmodell ergänzt. Der Geforce GT 430 soll sich für die Darstellung von 3D-Fotos und -Videos oder Blu-ray-Filmen sowie für weniger anspruchsvolle Spiele wie Strategietitel eignen. Erste Grafikkarten sind für rund 80 Euro erhältlich, etwa die N430GT-MD1GD3/OC von MSI.

Mit der rund 80 Euro teuren Geforce GT 430 rundet Nvidia sein DirectX-11-Portfolio nach unten ab (Bild: Nvidia).
Geforce GT 430 (Bild: Nvidia)

Die neue GPU (Codename GF108) basiert auf der Fermi-Architektur, die auch in den höherpreisigen Modellen GTX 480, 470, 465, 460 und GTS 450 zum Einsatz kommt. Sie unterstützt DirectX 11, OpenGL 4.0, OpenCL 1.0 und CUDA. Mit 96 Recheneinheiten bietet der Chip deutlich weniger Leistung als die High-End-Lösungen, die über maximal 480 Shaderrechenwerke verfügen. Selbst das Mittelklasse-Modell GTS 450 besitzt mit 192 Shaderkernen mehr als doppelt so viele Recheneinheiten.

Der 1 GByte große DDR3-Speicher ist wie beim GTS 450 mit 128 Bit angebunden. Die anderen Fermi-Varianten bieten dank schnellerem GDDR5-Speicher im Vergleich deutlich mehr Leistung.

Der Grafikkern taktet mit 700 MHz, der Speicher mit 900 MHz. Die Shadereinheiten laufen mit 1400 MHz. Grafikkarten mit dem GT 430 unterstützen die Schnittstellen DVI, HDMI und VGA. Die maximale Leistungsaufnahme gibt der Hersteller mit 49 Watt TDP an. Zum Vergleich: Die GTS 450 verbraucht bis zu 106 Watt.

Nvidia liegt bei der Einführung von DirectX-11-GPUs deutlich hinter dem Konkurrenten AMD. Deren High-End-Modell ATI Radeon 5870 wurde bereits vor über einem Jahr vorgestellt. Die Midrange-Lösungen ATI Radeon 5770 und 5750 folgten im Oktober 2009 und eine DX11-Grafiklösung für unter 100 Euro bietet AMD mit der ATI Radeon 5670 seit Januar 2010 an. Seit dieser Zeit vermarktet der Hersteller auch seine mobilen DX11-Lösungen.

Nvidia konnte hingegen erst im April mit der Geforce GTX 480 eine DX11-GPU vorstellen. Im Juli folgte dann das Mittelklasse-Modell Geforce GTX 460. Die mobile Variante Geforce 480M vermarktet der Hersteller seit Mai 2010. Die Erweiterung seiner mobilen Produkte hatte der AMD-Konkurrent Anfang September angekündigt.

Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Einführung seiner DX11-kompatiblen Lösungen ist Nvidias GPU-Marktanteil stark zurückgegangen. Laut Mercury Research sank er bei diskreten Grafikchips binnen Jahresfrist von 59 auf 49 Prozent. AMD konnte im gleichen Zeitraum von 41 auf 49 Prozent zulegen.

Nvidia Geforce mit DirectX 11

Modell GTX 480 GTX 470 GTX 465 GTX 460/1024 GTX 460/768 GTS 450 GT 430
Recheneinheiten 480 448 352 336 336 192 96
Grafiktakt 700 MHz 607 MHz 607 MHz 675 MHz 675 MHz 783 MHz 700 MHz
Prozessortakt 1401 MHz 1215 MHz 1215 MHz 1350 MHz 1350 MHz 1566 MHz 1400 MHz
Texturfüllrate 42 GPixel/s 34 GPixel/s 26,7 GPixel/s 37,8 GPixel/s 37,8 GPixel/s 25,1 GPixel/s 11,2 GPixel/s
Speicherinterface 384 Bit 320 Bit 256 Bit 256 Bit 192 Bit 128 Bit 128 Bit
Speichertakt 1848 MHz 1674 MHz 1603 MHz 1800 MHz 1800 MHz 1804 MHz 1800 MHz
Speicherbandbreite 177,4 GByte/s 133,9 GByte/s 102,6 GByte/s 115,2 GByte/s 86,4 GByte/s 57,7 GByte/s 28,8 GByte/s
Preis für Grafikkarte 440 Euro 260 Euro 220 Euro 240 Euro 180 Euro 130 Euro 80 Euro

Themenseiten: Geforce, Grafikchips, Hardware, Nvidia

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