Adobe Acrobat X: die neuen Funktionen im Praxistest

Im November bringt Adobe neue Versionen seiner PDF-Programme Acrobat und Reader auf den Markt. Im Mittelpunkt stehen Funktionen für bessere Zusammenarbeit in Firmen. ZDNet erklärt die wichtigsten Neuerungen.

Adobe hat bei Acrobat X den Schwerpunkt auf verbesserte Bedienung, mehr Geschwindigkeit und Komfort sowie einfachere Nutzung gelegt (Bild: Adobe).
Adobe hat bei Acrobat X den Schwerpunkt auf verbesserte Bedienung, mehr Geschwindigkeit und Komfort sowie einfachere Nutzung gelegt (Bild: Adobe).

„Keine großen Unterschiede zu Version 9“ – mit dieser Aussage überrascht ein Mitarbeiter von Adobe, als er die Vorteile der neuen Version 10 von Adobe Acrobat sowie Adobe Reader beschreibt. So ganz stimmt die Aussage natürlich nicht, denn selbstverständlich kommen die beiden Programme, die die Versionsnummer statt in arabischen Ziffern nun das römische Zahlzeichen „X“ im Namen tragen, mit neuen Funktionen.

Andererseits, und deshalb ist das Adobe-Statement nicht ganz falsch, liegt der Schwerpunkt der beiden X-Versionen primär nicht auf neuen Features, sondern auf verbesserter Bedienung, mehr Geschwindigkeit und Komfort sowie generell „Einfachheit“, wie der Hersteller es ausdrückt.

Schon bei der Installation der beiden Programme in der neuen Version fällt positiv auf, wie schnell das Setup von statten geht. In der Vergangenheit waren zahlreiche Endanwender auf schlankere Tools wie den Foxit PDF-Reader umgestiegen, weil sie die Behäbigkeit des Originals von Adobe störte.

Ebenfalls flott verläuft die Installation des Vollprogramms Acrobat X, auch hier gibt es keinerlei Kritik. Der Update-Mechanismus wurde laut Aussage von Adobe neu konzipiert, zudem sollen beide Programme die Hardware-Ressourcen wie den Arbeitsspeicher deutlich weniger beanspruchen. Alternative PDF-Reader wie die inoffizielle Version Adobe Reader Lite oder der von Foxit haben es in Zukunft vielleicht schwerer.

Assistenzfunktion für wiederkehrende Abläufe

Beim ersten Start fällt der „alte“ Willkommen-Bildschirm auf, der beim Aufrufen des Programms nun wieder erscheint: „PDF erstellen“, „PDF-Portfolio erstellen“ und so weiter heißen die Einträge. Zur Neugestaltung passt auch das geänderte User Interface, zu dem die drei zentralen Schaltflächen „Werkzeuge“, „Kommentar“ und „Freigeben“ rechts oben gehören. Über diese im Englischen „Panels“ genannten Drop-Down-Menüs lassen sich sämtliche wichtigen Funktionen aufrufen.

Im ersten Panel stehen Standards wie „Seiten“ zum Drehen, Umorganisieren oder Kopieren von Teilen eines Dokumentes. Ähnlich sieht es beim „Inhalt“, den „Formularen“, dem „Schutz“ und so weiter aus. Doch daneben gibt es hier eine der bedeutenden Neuerungen von Acrobat X, den Aktionsassistenten. Dieser Assistent erlaubt es, häufig verwendete Abfolgen stets gleicher Operationen zusammenzufassen und damit zu vereinfachen.

Ein Beispiel soll die Arbeitsweise verdeutlichen: So beinhaltet der Assistent „Zum Verteilen vorbereiten“ die Schrittfolge „Kopf- und Fußzeile hinzufügen – Wasserzeichen hinzufügen – Lesezeichen hinzufügen – Ausgeblendete Informationen entfernen“. Das Anwenden eines solchen Assistenten ist zum einen schneller, zum zweiten kann man auf diese Weise keinen wichtigen Schritt vergessen. Schließlich geht es außerhalb des eigenen Unternehmens meist niemanden etwas an, wer an einem Dokument gearbeitet hat. Deshalb ist es sinnvoll, die verborgenen Dateiinfos vor der Weitergabe zu entfernen.

Sieben Wizards für häufige Aktionen stehen bereits fertig zur Verfügung, zudem lassen sich alle Automatisierungen anpassen, ergänzen, exportieren oder umbenennen. Wer eine eigene Aktionsabfolge anlegen möchte, kann dies ebenso tun.

Themenseiten: Adobe, IT-Business, Mittelstand, PDF, Software, Technologien

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2 Kommentare zu Adobe Acrobat X: die neuen Funktionen im Praxistest

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  • Am 23. Oktober 2010 um 0:22 von Armin K.

    Kleiner Fehler
    Man magmich gerne als Pedant bezeichnen, und es hat letztlich nichts mit der inhaltlichen Qualität des Artikel zu tun: aber lateinische Zahlen sind römische Zahlen. Der Autor meint im ersten Absatz wohl eher den Wechsel von arabischen auf römische Zahlen … oder ist das politisch nicht mehr korrekt, in der Zeit nach Nine-Eleven von arabischen Zahlen zu sprechen? ;-)

    • Am 26. Oktober 2010 um 14:34 von Peter Marwan

      AW: Kleiner Fehler
      Hallo,
      vielen Dank für den Hinweis, Sie lassen sich in der Tat kein X für ein U vormachen… Es handelt sich aber einfach um einen ganz simplen Fehler, der uns unterlaufen ist und inzwischen korrigiert wurde. Weitgreifende Verschwörungstheorien könenn wieder zu den Akten gelegt werden …

      Peter Marwan
      ZDNet-Redaktion

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