HP zahlt Léo Apotheker 1,2 Millionen Dollar Grundgehalt

Für die Unterzeichnung des Anstellungsvertrags erhält der neue CEO einmalig 4 Millionen Dollar. Ihm steht zudem eine jährliche Gratifikation von bis zu 500 Prozent des Grundgehalts zu. Für seinen Umzug nach Palo Alto bekommt er 4,6 Millionen Dollar.

Léo Apotheker erhält bei HP ein Jahresgehalt von 1,2 Millionen Dollar sowie einen Bonus von bis zu 500 Prozent seines Grundgehalts (Bild: DSAG).
Léo Apotheker erhält bei HP ein Jahresgehalt von 1,2 Millionen Dollar sowie einen Bonus von bis zu 500 Prozent seines Grundgehalts (Bild: DSAG).

Léo Apotheker erhält als Chief Executive Officer von Hewlett-Packard ein jährliches Grundgehalt von 1,2 Millionen Dollar (872.000 Euro). Das geht aus Unterlagen hervor, die der Computerhersteller am Freitag bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht hat. Darüber hinaus steht ihm eine jährliche Gratifikation in Höhe von 200 bis 500 Prozent seines Basisgehalts zu.

Außerdem zahlt HP einen einmaligen Bonus von 4 Millionen Dollar (2,9 Millionen Euro) für die Unterzeichnung des Anstellungsvertrags. Mit weiteren 4,6 Millionen Dollar (3,3 Millionen Euro) finanziert das Unternehmen Apothekers Umzug von Frankreich nach Palo Alto, dem Hauptsitz von Hewlett-Packard.

Darüber hinaus erhält der neue CEO 76.000 HP-Aktien. Dabei handelt es sich um sogenannte Belegschaftsaktien, die erst verkauft werden können, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Apotheker darf auch den Firmen-Jet benutzen.

Ende vergangener Woche hatte HP Apotheker überraschend zum Nachfolger von Mark Hurd ernannt. Der 57-Jährige war 19 Jahre beim Walldorfer Softwarehaus SAP beschäftigt. Von 2008 bis 2010 stand der an der Spitze des Konzerns, anfänglich zusammen mit Henning Kagermann und seit Mai 2009, bis zu seinem Ausscheiden im Februar, allein.

Hurd hatte HP im August verlassen. Der Aufsichtsrat hatte ihm den Rücktritt wegen Verstößen gegen die Unternehmensrichtlinien nahegelegt. Er stolperte über eine enge persönliche Beziehung zu einer Mitarbeiterin eines Subunternehmens, über die er den Aufsichtsrat nicht informiert und die er durch unkorrekte Spesenabrechnungen zu vertuschen versucht hatte.

Als Abfindung soll er bis zu 40 Millionen Dollar erhalten haben. Nachdem er den Posten eines Co-Präsidenten beim Rivalen Oracle übernommen hatte, klagte HP gegen Hurd. Im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung gab Hurd 346.000 HP-Aktien zurück.

Apotheker wird bei einem vorzeitigen Weggang nicht so eine großzügige Abfindung erhalten wie sein Vorgänger. Den Börsenunterlagen zufolge beträgt seine Abfindung lediglich 2,99 Prozent des Grundgehalts. Seinen neuen Job tritt Apotheker am 1. November an.

Themenseiten: Business, Hewlett-Packard, IT-Jobs, Oracle, SAP

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