Microsoft: IE9 soll Websites wie Anwendungsprogramme behandeln

Die neue Benutzeroberflächen-Integration im IE9 basiert auf den Erkenntnissen, die Microsoft in der jahrelangen Browserentwicklung gewonnen hat. ZDNet stellt die wichtigsten vor.

Microsoft geht mit dem IE9, was Standards anbelangt, Richtung All inklusive und behandelt Webeiten auf der Windows-Oberfläche wie Apps. Die von Microsoft vorgestellte Betaversion des Internet Explorer 9 ist erheblich stärker in Windows integriert, sowohl in Hinblick auf die Benutzeroberfläche als auch durch Nutzung der PC-Hardware zur Beschleunigung des Web-Erlebnisses.

Dean Hachamovitch, Corporate Vice President of Internet Explorer, dazu: „Die Menschen gehen wegen der Websites ins Internet, nicht wegen des Browsers, genauso wie sie ihren PC aufgrund der Anwendungen nutzen und nicht wegen Windows. Heutzutage sind Websites im Grunde verpackte Angebote, wobei der Browser die Verpackung bildet. Unser Ansatz besteht hierbei in der Nutzung des gesamten PCs.“

Microsoft hat einige der Erkenntnisse umgesetzt, die das Unternehmen in 15 Jahren Browserentwicklung gewonnen hat. Darauf basiert die im IE9 eingeführte neue Benutzeroberflächenintegration. Hier drei der von Hachamovitch angeführten Erkenntnisse:

  • 87 Prozent der Benutzer haben schon einmal eine in der Taskleiste abgelegte Anwendung gestartet, wogegen nur 1 Prozent jemals eine Tastenkombination zum Öffnen einer neuen Registerkarte benutzt hat
  • 33 Prozent haben schon einmal eine oder mehrere Anwendungen in der Taskleiste abgelegt, doch nur 4 Prozent haben jemals einen Eintrag zu den Favoriten in ihrem Browser hinzugefügt
  • 40 Prozent – vermutlich bezogen auf die Windows 7-Benutzer – haben schon einmal Aero Snap verwendet, um die Fenster auf ihrem Desktop anzuordnen, aber nur knapp über 9 Prozent hatten jemals mehr als acht Registerkarten in einem Browser geöffnet

Deshalb ermöglicht der IE9 nun eine Handhabung von Websites, die stärker an die von Anwendungen angelehnt ist. Die Websites können in die Taskleiste aufgenommen und mit weiterführenden Links (Jumplists) versehen werden, die über ihr Symbol in der Taskleiste angezeigt werden können, mehrere Registerkarten derselben Website werden im Taskleistensymbol der Website gruppiert, und Registerkarten können verschoben und mithilfe von Aero Snap auf dem Bildschirm geteilt werden.

„Die gesamte Benutzeroberfläche, alle Pixel und der gesamte Code für ein erheblich verbessertes Browsererlebnis stehen bereits für den Benutzer zur Verfügung“, so Hachamovitch.“ Sie befinden sich jedoch außerhalb des Browsers. Man muss lediglich den gesamten PC einbeziehen und für den Browser nutzen.

Der IE9 und sein Benutzererlebnis setzen bei den Elementen an, die die meisten Leute öfter als die Browseroberfläche nutzen. Das fängt damit an, was die meisten Leute täglich zum Starten von Tasks und zur Verwaltung ihrer Fenster benutzen. Wir haben den Browser neu gestaltet und dabei die Websites in den Mittelpunkt gestellt, wobei den Benutzern bereits von außerhalb des Browsers vertraute Funktionen für die Websites bereitgestellt werden.“

Themenseiten: Browser, Business-Software, Internet Explorer, Microsoft, Plattform, Software, Windows, Windows 7

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