Analyst: Amazon verkauft in diesem Jahr fünf Millionen Kindle-Lesegeräte

Bis 2012 sollen die Absatzzahlen auf 11,5 Millionen wachsen. Daraus resultiert angeblich ein Umsatz von 4,3 Milliarden Dollar. Der Durchschnittspreis für Amazons E-Book-Reader soll bis 2012 auf 102 Dollar zurückgehen.

Amazon wird nach Schätzungen von Barclays-Capital-Analyst Douglas Anmuth in diesem Jahr rund fünf Millionen Einheiten seines E-Book-Readers Kindle verkaufen. Bis 2012 sollen die Absatzzahlen auf 11,5 Millionen steigen.

Anmuths Untersuchung zufolge wird Amazon in diesem Jahr von einem guten Weihnachtsgeschäft profitieren. Zudem stünden die Kindle-Geräte nicht mehr in direkter Konkurrenz zu Apples iPad. „Der Markt hat sich in teure, multifunktionale Tablets und günstigere, spezialisierte E-Book-Reader aufgespalten“, sagt der Analyst.

2010 werde Amazon mit seinen Kindle-Produkten 1,7 Milliarden Dollar umsetzen, was etwa 5 Prozent des Gesamtumsatzes entspreche, heißt es weiter in dem Report. 2012 kletterten die Einnahmen auf 4,3 Milliarden Dollar oder 8,9 Prozent des Gesamtumsatzes.

Amazon selbst macht bisher keine Angaben zu den Kindle-Umsätzen. In der Regel legt das Unternehmen die Ergebnisse eines Geschäftsbereichs erst dann offen, wenn sie zehn Prozent des Jahresumsatzes ausmachen.

Darüber hinaus erwartet Anmuth, dass Preissenkungen weiter zum Erfolg von Kindle beitragen werden. 2010 reduziere sich der Durchschnittspreis des E-Book-Readers auf 184 Dollar, bis 2012 auf 102 Dollar. Die Kindle-Anwendungen und die Whispersync-Technologie, die automatisch die aktuelle Leseposition, Lesezeichen, Anmerkungen sowie Markierungen im Text speichert und zwischen mehreren Geräten synchronisiert, seien wichtige Alleinstellungsmerkmale.

Amazons E-Book-Verkäufe sollen von 90,6 Millionen in diesem Jahr auf 527,6 Millionen in zwei Jahren steigen. 2010 kontrolliere der Online-Händler 43 Prozent des Markts für Tablet-Inhalte, so Anmuth. „Wir gehen davon aus, dass die Verkäufe von Kindle-Büchern für Tablets immer bedeutsamer werden.“

Schon jetzt gehöre die Kindle-App konstant zu den Top 20 der beliebtesten iPad-Anwendungen. Einige Autoren verkaufen nach eigenen Angaben bis zu 60-mal mehr Bücher im Kindle Book Store als über Apples iBook Store. Das lasse vermuten, dass der Kindle Book Store schon jetzt viele Anhänger unter iPad-Nutzern habe.

Amazon wird 2012 schätzungsweise 11,5 Millionen Kindle-Geräte absetzen, was einem Anteil von 71 Prozent am E-Book-Reader-Markt entspricht (Bild: Barclays Capital).
Amazon wird 2012 schätzungsweise 11,5 Millionen Kindle-Geräte absetzen, was einem Anteil von 71 Prozent am E-Book-Reader-Markt entspricht (Bild: Barclays Capital).

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3 Kommentare zu Analyst: Amazon verkauft in diesem Jahr fünf Millionen Kindle-Lesegeräte

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  • Am 1. Oktober 2010 um 8:41 von M@tze

    Millionen vs. Milliarden
    >> 2010 werde Amazon mit seinen Kindle-Produkten 1,7 Millionen Dollar umsetzen, was etwa 5 Prozent des Gesamtumsatzes entspreche, heißt es weiter in dem Report. 2012 kletterten die Einnahmen auf 4,3 Milliarden Dollar oder 8,9 Prozent des Gesamtumsatzes.

  • Am 29. Oktober 2010 um 15:36 von L@riss@

    Mehr EBooks als Print-Bücher verkauft
    Anteil am Umsatz von Amazon haben wohl zunehmend auch Deutsche Autoren und Verlage die im Kindle Store ein EBook verkaufen bzw. veröffentlichen.

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