HP rechnet für 2011 mit bis zu 23 Prozent Gewinnsteigerung

Der Umsatz soll um bis zu 7 Prozent auf 133,5 Milliarden Dollar wachsen. HP will sich auf WebOS konzentrieren und das Betriebssystem praktisch im gesamten Produktportfolio einsetzen. Android-Geräte soll es hingegen nicht geben.

Hewlett-Packard hat gegenüber Analysten eine erste Prognose für das Geschäftsjahr 2011 abgegeben, das im November 2010 beginnt. Demnach rechnet der Computerhersteller mit Einnahmen zwischen 131,5 und 133,5 Milliarden Dollar (98 Milliarden Euro) und einem GAAP-Gewinn von 4,35 bis 4,45 Dollar je Aktie. Gegenüber den für das laufende Fiskaljahr erwarteten Zahlen würde dies ein Umsatzplus von 5 bis 7 Prozent und einen Gewinnanstieg zwischen 20 und 23 Prozent bedeuten.

Das jährliche stattfindende Treffen mit Analysten nutzte HPs Interims-CEO Cathie Lesjak auch, um über die Pläne für das zusammen mit Palm erworbene Mobilbetriebssystem WebOS zu sprechen. Es stehe für HPs Vision internetfähiger Mobilgeräte, die einer der am schnellsten wachsenden Bereiche der IT-Branche seien. Für HP ergebe sich daraus eine Gelegenheit, einen neuen Markt zu erschließen.

In einem Interview mit der Financial Times erklärte Jon Rubinstein, ehemaliger CEO von Palm und jetzt Senior Vice President von HP, dass sich bei HP im kommenden Jahr alles um WebOS drehe. Man habe ein Android-Smartphone-Projekt eingestellt und plane auch kein Tablet mit Googles Mobilbetriebssystem. Im Mobilbereich konzentriere sich HP ausschließlich auf WebOS.

Todd Bradley, Executive Vice President der Personal Systems Group von HP, sagte auf der Konferenz, der adressierbare Markt seines Geschäftsbereichs werde bis 2013 zu 45 Prozent nicht aus herkömmlichen PCs, sondern aus mobilen Geräten und Diensten bestehen. Seine Abteilung werde mehr Geld in Palm investieren und „aggressiv“ auf dem Smartphone-Markt auftreten. Die Zahl der in Palms App Store verfügbaren Anwendungen habe sich seit dem 1. Juli verdoppelt.

Zudem wiederholte Bradley seine Ankündigung eines WebOS-Tablets, das Anfang kommenden Jahres erscheinen soll. Er bezeichnete das Gerät als „PalmPad„. WebOS werde nicht nur in Smartphones, sondern praktisch in allen HP-Produkten zum Einsatz kommen. „Wir glauben, dass wir WebOS nahtlos auf unser gesamtes Portfolio ausweiten können.“

Schon Anfang August hatte HPs Chief Technology Officer Shane Robison eine Reihe von Produkten mit WebOS in Aussicht gestellt. „Was Palm uns gibt, ist ein modernes, mit dem Internet verbundenes Betriebssystem“, sagte der HP-Manager. Es werde auf Smartphones, Tablets und anderen Rechnersystemen sowie auf Druckern der nächsten Generation zum Einsatz kommen.

Hewlett-Packard erwartet für 2011 Einnahmen zwischen 131,5 und 133,5 Milliarden Dollar. Das wären 5 bis 7 Prozent mehr als der für das laufende Geschäftsjahr prognostizierte Umsatz (Bild: HP).
Hewlett-Packard erwartet für 2011 Einnahmen zwischen 131,5 und 133,5 Milliarden Dollar. Das wären 5 bis 7 Prozent mehr als der für das laufende Geschäftsjahr prognostizierte Umsatz (Bild: HP).

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