Apples Ping wird schon für Spam missbraucht

Laut Sophos verfügt das Musik-Netzwerk über keinen Spam- und URL-Filter. Damit ist es ungeschützt vor unerwünschten Kommentaren. Pings Sicherheitsfunktionen beschränken sich bisher auf anstößige Inhalte.

Weniger als 24 Stunden nach dem Start von Apples Ping hat Sophos schon erste Spam-Angriffe auf das Musik-Netzwerk registriert. Dem Sicherheitsanbieter zufolge wird in Kommentaren für angeblich kostenlose iPhones und andere elektronische Geräte geworben.

In einem Blogeintrag kritisiert Sophos, dass Apple weder Spam- noch URL-Filter in Ping eingebaut habe. Es sei kein Geheimnis, dass Blogs und Foren beliebte Ziele von Spammern seien. Apples Dienst sei dennoch ungeschützt vor unerwünschten Kommentaren.

Die Sicherheitsfunktionen von Ping konzentrieren sich auf andere Bereiche. Profilbilder werden Sophos zufolge erst nach einer Prüfung angezeigt. Zudem filtere Apple anstößige Inhalte, weswegen es auch in der Lage sein sollte, einen Spam-Filter einzurichten. Derzeit könnten Spammer leicht ihre Identität verschleiern, da bei einer Anmeldung für Ping weder eine Kreditkarte noch eine andere Art von Identitätsnachweis benötigt werde.

Auch andere Soziale Netze kämpfen seit Jahren mit Spam in Kommentaren. Die unerwünschten Ping-Nachrichten ähneln laut Sophos denen, die auch auf Facebook, Google Buzz und Twitter veröffentlicht werden. Sie sollen Nutzer mit vermeintlich kostenlosen iPhones, iPads oder iPods dazu verleiten, Online-Umfragen auszufüllen.

Apple hatte Ping am Mittwoch vorgestellt. Es ist Teil von iTunes 10 und soll Facebook und Twitter Konkurrenz machen. Nach Unternehmensangaben hat der Dienst innerhalb von 48 Stunden nach seiner Einführung schon mehr als eine Million Nutzer. iTunes selbst zählt über 160 Millionen User.

Themenseiten: Apple, Networking, Sophos, Soziale Netze, Spam, iTunes

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