Sperre in Indien: Blackberry-Hersteller RIM bekommt 60 Tage Aufschub

Die indische Regierung will testen, ob der Sicherheitsdienst Research In Motions Messenger- und E-Mail-Services abhören kann. Über eine Million Nutzer wären von einer Blockade betroffen. Indien wird für RIM zum Präzedenzfall.

Logo von RIM

Research in Motion (RIM) hat eine Sperre seiner Blackberry-Dienste in Indien vorerst abgewendet. Indiens Telekommunikationsministerium will die von RIM vorgeschlagene Lösung für den Zugriff auf die verschlüsselten Daten 60 Tage prüfen, wie Bloomberg berichtet.

Das Ministerium wolle herausfinden, ob sich RIMs Messenger- und Corporate-E-Mail-Services vom indischen Sicherheitsdienst abhören lassen, teilte Onkar Kedia, ein Sprecher des Heimatministeriums mit. Über eine Million Blackberry-Nutzer wären von einer Sperre betroffen.

„Wenn Blackberry ein solches Vorgehen in Indien zulässt, wird es dabei bleiben“, sagte Romal Shetty, von der Indien-Abteilung der Unternehmensberatung KPMG. „Diese Sache wird noch viele andere Länder betreffen.“

Indien hatte RIM ein Ultimatum gestellt: Bis 31. August sollte der kanadische Hersteller die Sicherheitsbedenken des Landes ausräumen. Auch Staaten wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Libanon haben Bedenken, dass die starke Verschlüsselung von RIMs Kommunikationsdiensten die Überwachung potenziell gefährlicher Nachrichten unmöglich macht.

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