Internet- und Telefongeschäft beschert Kabel Deutschland gutes Ergebnis

Der Umsatz steigt im ersten Geschäftsquartal um 6,1 Prozent auf 389,5 Millionen Euro. Der operative Gewinn legt um 11,2 Prozent auf 176,2 Millionen Euro zu. Die Zahl der Internet- und Telefonkunden wächst um 29,1 Prozent auf 1,155 Millionen.

Kabel Deutschland hat im ersten Geschäftsquartal 2010/11 (bis 30. Juni) vor allem von einer hohen Nachfrage nach seinen Internet- und Telefondiensten profitiert. Der Umsatz des größten deutschen Kabelnetzbetreibers stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs um 6,1 Prozent auf 389,5 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITDA) wuchs um 11,2 Prozent auf 176,2 Millionen Euro, wie aus der heute veröffentlichten Bilanz (PDF) hervorgeht.

Der Gewinn vor Steuern betrug im Berichtszeitraum 7,9 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 4,3 Millionen Euro verbucht. Das Nettoergebnis verbesserte sich von minus 10,5 auf minus 2,1 Millionen Euro.

Die Zahl der Internet- und Telefonkunden kletterte gegenüber dem Vorjahr um 29,1 Prozent auf 1,155 Millionen (2009: 894.000). Der Anteil der Internet- und Telefon-Abonnements sowie der Premium-TV-Abos legte um 4,5 Punkte auf 26,3 Prozent zu. Damit konnte das seit dem 22. März börsennotierte Unternehmen einen leichten Rückgang bei den klassischen Kabelabonnements kompensieren. Die Gesamtzahl der Abonnements stieg um 423.000 auf 12,2 Millionen (plus 3,6 Prozent).

Pro Kunde setzt Kabel Deutschland inzwischen 12,86 Euro um, was einem Plus von 9,8 Prozent gegenüber den 11,71 Euro des Vorjahres entspricht. Im Durchschnitt abonniert jeder Kunde 1,37 Produkte (2009: 1,30).

„Die hohe Nachfrage nach unseren neuen Diensten – insbesondere bei Internet und Telefon – unterstreicht die Attraktivität unserer Produktpalette. Gleichzeitig konnten wir unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten um nahezu 200 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr reduzieren. Damit liegen wir sehr gut im Plan, unseren Verschuldungsgrad kurzfristig auf das Dreieinhalb- bis Vierfache des bereinigten EBITDA zu reduzieren“, sagte Adrian von Hammerstein, Vorstandsvorsitzender der Kabel Deutschland Holding AG. Derzeit belaufen sich die Schulden auf 2,864 Milliarden Euro.

Mit Vorlage der Geschäftszahlen hat der Vorstand von Kabel Deutschland auch seine Prognose für das Gesamtjahr konkretisiert. Das bereinigte EBITDA soll demnach am oberen Ende der am 10. Juni 2010 angekündigten Spanne von 715 bis 725 Millionen Euro liegen.

Themenseiten: Business, Kabel Deutschland, Quartalszahlen

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