AMD verabschiedet sich von 3DNow

Das Unternehmen stuft den CPU-Befehlssatz als "veraltet" ein und wird ihn in einigen kommenden Prozessoren nicht mehr unterstützen. Einzelne Befehle bleiben aber erhalten. 3DNow wurde unter anderem für 3D-Spiele verwendet.

AMD hat den Prozessor-Befehlssatz 3DNow als veraltet eingestuft und will ihn bei „einigen kommenden AMD-Prozessoren“ nicht mehr unterstützen. So steht es in einem Blog des Unternehmens.

Die Nachricht ist vor allem für Entwickler interessant, welche diesen Befehlssatz in ihren Programmen verwenden. Sollten die Anwendungen auf die 3DNow-Befehle angewiesen sein, müssen sie aktualisiert werden, um zu den künftigen AMD-Prozessoren kompatibel zu bleiben.

Allerdings werden nicht alle Anweisungen des 3DNow-Befehlssatzes aufs Abstellgleis geschoben. „Prefetch“ und „Prefetchw“ sollen laut AMD weiter unterstützt werden.

3DNow ist eine Erweiterung, mit welcher der Prozessor Single-Instruction-Multiple-Data-Anweisungen (SIMD) ausführen kann. Mit einem Befehl lassen sich so mehrere Rechenoperationen gleichzeitig ausführen. Diese Funktionen wurden zum Beispiel für grafikintensive Programme wie 3D-Shooter, aber auch für andere Anwendungen wie Videoschnitt- und Audio-Applikationen genutzt.

Entwickler können in ihren Programmen über spezielle Informations-Bits abfragen, ob ein Prozessor den 3DNow-Befehlssatz kennt. Auch die Unterstützung der verbliebenen Befehle „Prefetch“ und „Prefetchw“ lassen sich auf diese Weise überprüfen. Ein weiterer Weg ist, den jeweiligen Befehl einfach auszuprobieren. Gibt es keine Fehlermeldung, wird der Befehlssatz offensichtlich unterstützt.

Viele Programme, die mit 3DNow arbeiten, führen diese Prüfungen durch. Die Entwickler stellen für den Fall, dass die Anweisungen nicht unterstützt werden, meist auch alternative Methoden bereit. Es steht also nicht zu befürchten, dass alle Programme mit 3DNow-Unterstützung von einem Tag auf den anderen unbrauchbar werden.

Themenseiten: AMD, Chipsätze, Hardware, Prozessoren

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