Nokia kauft Mobile-Analytics-Spezialisten Motally

Der Dienst des US-Start-ups lässt Entwickler die Nutzung ihrer Anwendungen verfolgen. Nokia will das Tool für seinen Ovi Store verwenden. Der Abschluss der Übernahme ist für das dritte Quartal geplant.

Nokia wird das von Motally entwickelte Analytics-Tool Entwicklern seines Ovi Store zur Verfügung stellen (Bild: Nokia).
Nokia wird das von Motally entwickelte Analytics-Tool Entwicklern seines Ovi Store zur Verfügung stellen (Bild: Nokia).

Nokia hat die Übernahme von Motally angekündigt. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco bietet einen Dienst für Anwendungsentwickler an, mit dem sie die Nutzung ihrer Software ermitteln können.

Der finnische Handyhersteller will die Technik in seinen Ovi Store integrieren. Sie soll Entwicklern, die darüber ihre Applikationen verkaufen, verstehen helfen, wie ihre Software genutzt wird, um sie weiter zu optimieren. Dazu werde Motallys Dienst an Symbian, MeeGo, Qt und Java angepasst, so Nokia. Der Service soll aber auch weiterhin Bestandskunden des Start-ups zur Verfügung stehen.

Der Zukauf unterstreiche Nokias Bemühungen, Ovi-Entwicklern weltweit Analyse-Tools zur Verfügung zu stellen, sagte Nokia-Vizepräsident Marco Argenti. Damit würden die Partner des Unternehmens in die Lage versetzt, die Verbindung zu ihren Kunden zu stärken und mehr Geld mit ihren Anwendungen zu verdienen.

Motally beschäftigt derzeit acht Mitarbeiter. Über die finanziellen Details der Transaktion, die im dritten Quartal abgeschlossen werden soll, vereinbarten die beiden Firmen Stillschweigen.

Nokia ist zwar immer noch der größte Handyhersteller der Welt, die Finnen verloren aber in den vergangenen Quartalen Marktanteile an Wettbewerber wie Apple, Research In Motion und Samsung. Aufgrund rückläufiger Gewinne wird darüber spekuliert, dass das Unternehmen einen Nachfolger für CEO Olli-Pekka Kallasvuo sucht.

Derzeit versucht Nokia, mit einer weiteren Reorganisation eine Kehrtwende zu erreichen. Seit Anfang Juli gibt es eine Einteilung nach Smartphones und mobilen High-End-Computern einerseits sowie günstigen Handys mit Symbian Series 40 andererseits. Dadurch soll die Entwicklung neuer Geräte und Anwendungen beschleunigt werden.

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