Konservative fälschen angeblich Trends bei Digg

Sie voten uninteressante Artikel hoch und "begraben" Themen, die ihnen missfallen. Sie melden sich dazu mit mehreren Accounts an. Die Kampagne ist seit über einem Jahr im Gang.

Konservative fälschen Trends bei Digg

Angeblich nutzt eine Gruppe von „einflussreichen Konservativen“ die Social-Bookmark-Site Digg dazu, kontroverse Themen zu zensieren. Die Mitglieder der Gruppe hätten diverse Accounts und würden „Füllartikel hochvoten“, während liberale Themen „begraben“ würden, meldet der Blog AlterNet.

Die breit angelegte Kampagne dieser „Konservativen“ sei seit über einem Jahr im Gang. „Je mehr liberale Geschichten begraben wurden, umso bessere Chancen haben konservative Themen, es auf die erste Seite zu schaffen. Ich werde weiterhin jeden ihrer Beiträge begraben, bis sie sich ändern und Konservative werden“, zitiert AlterNet einen Nutzer, den das Portal mittels einer „Undercover-Operation“ aufgetrieben haben will.

Digg lebt davon, dass Nutzer einen Artikel entweder weiterverbreiten – „teilen“ – oder „begraben“. Erhält ein Artikel genügend „Diggs“, landet er auf der Startseite. Laut Garret Camp, CEO des Konkurrenzdienstes Stumble Upon, kontrollieren etwa 100 Menschen einen Großteil der Inhalte auf der Digg-Site.

Ende Juni hatte Digg einen geschlossenen Alpha-Test von Version 4 seines Dienstes – alias Digg 2.0 – gestartet. Mit Version 4 ist die „Most-Dugg-Liste“ passé. Wer sich einloggt, bekommt einen personalisierten Newsfeed präsentiert, der sich aus den Diggs von „tastemakers“, Medienunternehmen und Freunden speist. Die neue Site soll 2010 live gehen, ein Termin steht noch immer nicht fest.

Hält ein Nutzer ein Thema bei Digg für fad oder irrelevant, kann er es "begraben" (Screenshot: ZDNet).
Hält ein Nutzer ein Thema bei Digg für fad oder irrelevant, kann er es „begraben“ (Screenshot: ZDNet).

Themenseiten: Digg, Internet, Kommunikation, Networking, Soziale Netze, Zensur

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