HTC Desire: Vodafone bringt FroYo ohne 360-Services

Android 2.2 soll in sieben bis zehn Tagen für Vodafone-Kunden zur Verfügung stehen. Die Vodafone-360-Services können optional aus dem Android-Market geladen werden. Gegen sie hatte es zahlreiche Proteste gegeben.

Vodafone wird für das HTC Desire ein Update auf Android 2.2 (FroYo) herausbringen, das keine Vodafone-360-Services (VF360) beinhaltet. Ein Vodafone-Sprecher hat gegenüber TechRadar bestätigt, dass Kunden mit der neuen Software in etwa sieben bis zehn Tagen rechnen können.

Letzte Woche hatte ein Update für das HTC Desire zahlreiche Kunden verärgert. Statt des erhofften FroYo erhielten die Nutzer ein Android-2.1-Update (Eclair) mit vorinstallierten Vodafone-360-Services. Die Software enthält jedoch zahlreiche Bugs und erhöht den Stromverbrauch. Unter anderem bekommen die User jede SMS doppelt.

„Wir haben auf das Feedback unserer Kunden bezüglich des aktuellen 360-Android-2.1-Updates gehört und einige Änderungen am Roll-out-Plan vorgenommen“, so der Sprecher. Das kommende FroYo-Update werde keine VF360-Services enthalten. Ein weiteres Update zu einem späteren Zeitpunkt lasse den Kunden die Wahl, ob sie die VF360-Services installieren oder nicht. In der Zwischenzeit könnten sich Vodafone-Kunden einzelne Apps wie 360 People aus dem Android Market herunterladen.

Das HTC Desire kommt mit einem internen Flashspeicher von 512 MByte. Davon werden 256 MByte für die Partition /system verwendet, die das Betriebssystem enthält. Ein Standard-Froyo-Build nutzt davon nur etwa die Hälfte. Da die /system-Partition schreibgeschützt gemountet wird, ist der freie Speicher von zirka 25 Prozent des gesamten Flashspeichers für den Anwender verloren. Mobilfunkprovider, die in ihren Builds zusätzliche Programme wie VF360 integrieren, nutzen den verfügbaren Speicher besser aus. Da die Zusatz-Anwendungen jedoch zu Fehlern und Inkompatibilitäten führen können, sollte ein Provider die Möglichkeit einräumen, sie zu deaktivieren.

Kunden, die ihr Vodafone-Gerät „gerootet“ haben, werden nach dem Update keine Root-Rechte mehr besitzen. Es ist davon auszugehen, dass das neue Build mit der Bootloader-Version 0.92 ausgeliefert wird, die das nachträgliche Rooten derzeit verhindert. Für Nutzer, die Root-Rechte benötigen, hält ZDNet eine Anleitung bereit, wie sich der Bootloader auf 0.80 zurücksetzen und mit einem gerooteten FroYo-Build ohne Branding bestücken lässt.

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