SSD-Upgrade statt neuem PC: eine Option für Firmen?

Einige Anbieter halten die Zeit für gekommen, um langsam gewordene Rechner in Firmen mit Flash-Laufwerken für die nächsten Jahre fit zu machen. Der Performancegewinn ist unbestritten. ZDNet prüft, ob sich der Schritt auch finanziell lohnt.

Mit dem Ersatz der herkömmlichen Festplatte durch eine SSD lässt sich die Performance eines PCs erheblich verbessern. Das zeigen inzwischen einige Tests und Benchmark-Ergebnisse. Demnach ist ein Leistungszuwachs von rund 60 Prozent zu erreichen. Besonders anschaulich ist die Verbesserung etwa beim Kopieren von großen Dateien und dem Hochfahren des Systems. Aber auch der Start von Anwendungen verläuft mit einer SSD spürbar schneller als mit einer herkömmlichen Festplatte. Zudem wird das Betriebssystem deutlich reaktionsschneller.

Dazu kommen noch Vorteile, die gerade bei mobilen Geräten für SSD sprechen: Sie sind nicht nur leichter und weniger anfällig für Erschütterungen als magnetische Festplatten, sondern benötigen auch deutlich weniger Strom – was zu längeren Akkulaufzeiten führt.

"SSD-Speicher haben ein geringeres mechanisches Ausfallrisiko als elektromagnetische Festplatten", sagt Peter Böhret, Managing Direktor bei Kroll Ontrack (Bild: Kroll Ontrack).:
„SSD-Speicher haben ein geringeres mechanisches Ausfallrisiko als elektromagnetische Festplatten“, sagt Peter Böhret, Managing Direktor bei Kroll Ontrack (Bild: Kroll Ontrack).:

Das sind nicht nur Marketingaussagen der Hersteller, sondern in der Praxis erprobte Tatsachen. Das bestätigt auch Peter Böhret, Managing Direktor beim Datenrettungsspezialisten Kroll Ontrack: „SSD-Speicher bieten ein höheres Maß an Sicherheit als elektromagnetische Festplatten. Eine SSD hat keine beweglichen Teile, die angetrieben werden müssen oder verschleißen können. Sind die Informationen einmal gesichert, kann der Datenträger auch auf den Boden fallen, ohne dass etwas passiert. Zudem verbrauchen SSD-Platten weniger Strom als Festplatten und erzeugen dadurch weniger Wärme. SSD-Speicher haben also ein geringeres mechanisches Ausfallrisiko.“

Die Marktforscher von Gartner gehen – auch aufgrund dieser Vorteile – davon aus, dass sich SSD bis 2014 in den gängigen Business-Notebooks durchsetzen wird: Bis dahin sollen über 430 Millionen dieser Geräte mit SSD ausgeliefert worden sein.

All diese Vorteile haben natürlich auch ihren Preis: Eine SSD mit einer Kapazität von 120 GByte kostet derzeit ungefähr zwischen 260 und 340 Euro. Einen genaueren Überblick gibt die Tabelle auf Seite zwei dieses Beitrags.

Themenseiten: Atos Origin, IT-Business, Intel, Kingston, Mittelstand, SSD, Samsung, Technologien, Toshiba, Windows 7

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2 Kommentare zu SSD-Upgrade statt neuem PC: eine Option für Firmen?

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  • Am 10. August 2010 um 10:02 von M@tze

    2,5″ Festplatten mit 1TB
    >> Während magnetische 2,5-Zoll-Festplatten mit einem Terabyte schon für unter 100 Euro erhältlich sind …

    • Am 10. August 2010 um 10:40 von Peter Marwan

      AW: 2,5
      Danke für den Hinweis, es muss 3,5 Zoll heißen. Der Tippfehler wurde korrigiert.

      Peter Marwan
      ZDNet-Redaktion

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