China: Gesetz soll Jugendliche vor Internetsucht schützen

Online-Games mit Minderjährigen als Zielgruppe dürfen keine Gewalt enthalten. Jeder Spieler muss sich ab sofort mit seinem Klarnamen registrieren. Provider werden dazu verpflichtet, die Spielzeit von Jugendlichen zu limitieren.

In China ist das erste Gesetz in Kraft getreten, das Onlinespiele reglementiert. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Dem Gesetz zufolge dürfen Online-Games, deren Zielgruppe Minderjährige sind, keine Gewalt enthalten. Sie müssen „frei von Inhalten sein, die zur Nachahmung eines Verhaltens führen, das die Sozialmoral und das Gesetz verletzt“.

Zugleich werden Spieleentwickler dazu aufgefordert, die Spielzeiten für Minderjährige zu limitieren, um sie vor Sucht zu schützen. Zudem werden Online-Gamer mit dem Gesetz dazu verpflichtet, sich für Spiele mit ihrem Klarnamen zu registrieren.

Der Agentur zufolge ging dem Gesetz eine Reihe von Todesfällen in Lagern für jugendliche Internetsüchtige voraus. Verabschiedet wurde es vom Kulturministerium am 22. Juni dieses Jahres.

Daten des chinesischen Internet Network Information Center zufolge waren im Juni 420 Millionen Chinesen online. 2009 sei der Marktwert der Online-Games-Industrie um fast 40 Prozent auf 25,8 Milliarden Yuan (2,9 Milliarden Euro) gestiegen.

Themenseiten: China, Internet, Politik, Zensur

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