Bericht: Intel steht vor Kauf von Infineons Drahtlos-Sparte

Die UMTS-Prozessoren kommen in Apples iPhone 4 und iPad zum Einsatz. Auch Weltmarktführer Nokia und Samsung verbauen sie. Seine eigene TK-Chipsparte hatte Intel 2006 an Marvell veräußert.

Logo von Infineon

Berichte von Medien in Europa und den USA sehen ein Abkommen zwischen Infineon und Intel kurz vor dem Abschluss. Intel will angeblich die Infineon-Sparte für Mobilfunkchips kaufen.

Mit den Verhandlungen soll unter anderem das Beraterhaus JP Morgan vertraut sein. Die Kosten für die Infineon-Sparte könnten sich den Berichten zufolge auf rund eine Milliarde Euro belaufen. Weder von Intel noch von Infineon liegt eine offizielle Stellungnahme vor.

Infineons Halbleiter kommen unter anderem in Apples iPad und iPhone 4 zum Einsatz. Laut UMB TechInsights sind es genau genommen sogar zwei Chips: ein Transceiver für GSM/W-CDMA und ein Baseband-Prozessor. Letzterer zählt zu den wichtigsten Chips, da er nicht nur die 3G-Mobilfunkverbindung abwickelt, sondern auch die Verbindung zu integrierten Kameras mit bis zu 5 Megapixeln.

Kommunikationschips wie diese hat ironischerweise auch Intels 2006 an Marvell verkaufte TK-Sparte hergestellt. Gleichzeitig stieß Intel damals auch sein Design StrongARM ab, einen auf ARM-Technologie basierenden Chip. ARM-Prozessoren wie der Apple A4 und Texas Instrumens‘ OMAP (im Motorola Droid und Droid X eingesetzt) treiben heute die wichtigsten Smartphones an.

Auch andere Hersteller als Apple, beispielsweise Weltmarktführer Nokia und Samsung, verwenden Infineon-Chips in ihren Handys.

Themenseiten: Business, Infineon, Intel, Prozessoren, Übernahmen

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