Apple will sich Reise-Apps patentieren lassen

Die beiden Programme liefern laut Patentantrag Informationen rund um Flüge und Hotels. Das Unternehmen hat auch eine Applikation für Mode-Fans zum Patent angemeldet. Die Anträge von 2009 wurden erst jetzt veröffentlicht.

Apple hat Patente für drei Applikationen anmelden lassen, bei denen es um Reisebuchungen und Mode-Veranstaltungen geht. Das berichtet Unwired View. Laut der Meldung wurden die Patentanträge zwischen Oktober und Dezember 2009 eingereicht, vom US Patent and Trademark Office, dem amerikanischen Patentamt, jedoch erst jetzt veröffentlicht.

Apple will sich eine Reiseanwendung mit Sonderangebotsfunktion schützen lassen (Bild: US-Patentamt).
Apple will sich eine Reiseanwendung mit Sonderangebotsfunktion schützen lassen (Bild: US-Patentamt).

Die erste zum Patent eingereichte Applikation dient zur Reisebuchung, zum Check-in für Flüge und zur Anzeige von Flughafen und Fluginformationen. So wie es im Patentantrag beschrieben ist, ist die Applikation direkt mit den Buchungssystemen der Fluglinien gekoppelt. Schließlich kann man mit ihr zusätzliche Services an Bord bestellen und seinen Angehörigen oder Geschäftspartnern benachrichtigen, wenn man gelandet ist. Nebenbei liefert die Applikation auch Informationen über nahegelegene Restaurants und Freizeitmöglichkeiten sowie detaillierte Informationen zum Zielort.

Die zweite Applikation bietet Funktionen rund um Hotels. Auch sie bezieht ihre Daten wahrscheinlich direkt aus Buchungssystemen. So kann man mit ihr vor dem Eintreffen Dienstleistungen in der Unterkunft bestellen, ein- und auschecken, den Zimmerservice kontaktieren oder Filme bestellen. Außerdem wird sie Aufgaben erledigen, die sonst dem Hotelportier vorbehalten waren – zum Beispiel einen Tisch in einem Restaurant zu reservieren oder Veranstaltungskarten zu kaufen.

Die letzte Applikation hat nichts mit Reisen zu tun, bietet aber auch Buchungen mit begleitenden Informationen an. Sie soll dem Anwender die Termine von Modewerbeveranstaltungen und Events liefern, für die man eine Einladung benötigt. Sitzt der Anwender nicht gerade vor dem Laufsteg, kann er sich Modeartikel dennoch ansehen und kaufen, prüfen, ob das Gewünschte lieferbar ist, und in Outlet-Stores stöbern. Zusätzlich gibt es an seine Vorlieben angepasste Empfehlungen.

Die eingereichten Patentanträge bedeuten noch nicht, dass in nächster Zeit mit einem marktreifen Produkt zu rechnen ist. Viele Firmen sichern sich vorsorglich Patente, um sich alle Möglichkeiten offen zu lassen. Trotzdem zeigen solche Anträge, in welche Richtung die Überlegungen in einem Unternehmen gehen.

Apple ist nicht der einzige Anbieter, der Interesse am Reisemarkt zeigt. Google will den Spezialisten für Flugtickets ITA Software übernehmen. Facebook hat vor kurzem den Reiseempfehlungsdienst NextStop gekauft.

Die Buchungsanwendung übernimmt die Rolle eines Portiers (Bild: US-Patentamt).
Die Buchungsanwendung übernimmt die Rolle eines Portiers (Bild: US-Patentamt).

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