Gnome soll in Zukunft auf HTML und CSS setzen

Beiratsmitglied Luis Villa forderte die Entwickler auf, sich nicht mehr gegen eine Webanbindung zu sperren. Gnome könnte dann sowohl als Applikation als auch im Browser laufen. Probleme sieht Villa vor allem hinsichtlich Datenschutz und Privatsphäre.

Gnome soll sich mehr am Web orientieren, fordert Mozilla-Rechtsanwalt Luis Villa.

Gnome-Entwickler sollen sich in Zukunft stärker auf HTML und CSS konzentrieren und weniger auf ihre traditionellen Script-Sprachen GTK+ und Python. Das hat Mozilla-Rechtsanwalt und Gnome-Beiratsmitglied Luis Villa auf der Entwicklerkonferenz Guadec 2010 vorgeschlagen.

In einem ersten Schritt solle Gnome weiter an das Internet angebunden werden, sagte Villa in seiner Rede auf der Entwicklerkonferenz. Das Web habe gegenüber dem Desktop das Rennen gemacht, weil es eine verlässliche, billige und leicht zugängliche Plattform sei, die ständig verbessert werde.

HTML, CSS und JavaScript seien wertvolle Tools, solange man mit ihnen umzugehen wisse. Als Beispiel nannte Villa eine Desktop-Applikation, mit der sich etwa Bilder vom Fotodienst Flickr als Hintergrundbild einrichten lassen. Später sollen größere Teile der Desktop-Umgebung folgen. Über kurz oder lang werde der Code des Gnome-Desktops sowohl als Applikation als auch im Browser laufen.

Probleme sieht Villa bei einer Umorientierung in Richtung Internet hauptsächlich in den Bereichen Datenschutz und Privatsphäre. Für das langfristige Überleben des Projekts sei die Hinwendung zum Web jedoch unbedingt notwendig.

Themenseiten: Betriebssystem, GNOME, Messen, Open Source, Software

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