Wikileaks-Zulieferer Manning eine mögliche Afghanistan-Quelle

Das Pentagon soll den inhaftierten Nachrichtenanalysten verdächtigen, auch die kürzlich veröffentlichten Logbücher öffentlich gemacht zu haben. Manning hatte Zugang zu den Informationen. Das US-Militär durchsucht nun alle veröffentlichten Dokumente nach Hinweisen auf die Quelle.

Verteidigungsminister zu Guttenberg: TF 737 ist "nun wirklich kein Geheimnis".

Einem Bericht von Wired zufolge verdächtigt das Pentagon den inhaftierten Nachrichtenanalysten Bradley Manning, auch die Afghanistan-Logbücher an Wikileaks weitergegeben zu haben.

Manning sei sicher einer derjenigen, die sich das Militär sehr genau ansehen werde, sagte Colonel Dave Laplan. „Er ist nicht der einzige, wir haben ihn aber auch nicht ausgeschlossen. Wir durchforsten derzeit die Dokumente nach Hinweisen auf die Quelle des Lecks.“

Laplan zufolge waren die kürzlich veröffentlichten Kriegstagebücher über das Secret Internet Protocol Router Network (SIPRNet), das weltweite Secret-Level-Netz des Pentagon, zugänglich gewesen, von dem auch Manning diverse Informationen heruntergeladen haben soll.

Manning sitzt seit Ende Juni in Kuwait in Untersuchungshaft. Er wurde Anfang Juli offiziell angeklagt. Ihm wird Verrat von Militärgeheimnissen vorgeworfen. Noch ist nicht entschieden, ob er sich vor einem Militärgericht verantworten muss.

Themenseiten: Big Data, Datendiebstahl, Datenschutz, Internet, Politik, Wikileaks

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Wikileaks-Zulieferer Manning eine mögliche Afghanistan-Quelle

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *